DHC-Damen gewinnen nach Penaltyschießen den nationalen Meistertitel

Hockey : Endlich am Ziel: Düsseldorf gewinnt Hockey-Meisterschaft

Greta Gerke starrte ins Leere. Fassungslos. Machtlos. Fünf Sekunden vor Schluss war sie da, die Riesenchance, doch Gerke scheiterte freistehend. „Ich dachte, ich sterbe“, sagte sie später. Und man sah es ihr an.

So blieb es beim 5:5, das Finale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft zwischen dem Club an der Alster aus Hamburg und Gerkes Düsseldorfer HC ging ins Penaltyschießen. Psychologisch sprach nicht viel für den DHC, der zuletzt drei Endspiele in vier Jahren verloren hatte. Doch das war ein paar Minuten später vergessen, als Torhüterin Na­thalie Kubalski den letzten Alster-Versuch abwehrte und die Düsseldorferinnen jubeln ließ.

„Es war klar, dass wir dran sind. So viel Pech, wie wir zuletzt hatten, kann man einfach nicht haben“, sagte Kubalski, als sie und ihre Teamkolleginnen vor den rund 500 mitgereisten Fans feierten. Hätten die Düsseldorferinnen den Titel erneut verpasst, es wäre regelrecht tragisch für den mehr als 110 Jahre alten Verein gewesen, der eine überragende Saison erlebte: Zehn Gruppenspiele, zehn Siege, gefolgt von einem 12:4 im Viertelfinale gegen den Harves­tehuder THC. Und auch beim Endturnier in Mülheim lief zunächst alles glatt, am Samstag gab es ein 5:1 im Halbfinale gegen den Mannheimer HC.

Im Finale konnte den DHC nicht mal ein frühes 0:3 aufhalten. Gerke und Nationalspielerin Selin Oruz verkürzten auf 2:3, zwar zog Hamburg noch mal auf 4:2 davon, danach spielte aber nur noch eine Mannschaft. Elisa Gräve (2) und Alisa Vivot drehten das Spiel, ehe Alster zum 5:5 ausglich. Es folgte die dramatische Schlussphase mit Gerkes Riesenchance und dem Penaltyschießen, ehe sich Düsseldorf neuer Deutscher Meister nennen durfte.

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