Leichtathletik Der Traum von Olympia ist ausgeträumt

Der Olympia-Traum von Leichtathlet Maximilian Thorwirth ist geplatzt.

 Maximilian Thorwirth will eine Pause einlegen.

Maximilian Thorwirth will eine Pause einlegen.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

(Red) Leichtathlet Maximilian Thorwirth hat die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Tokio verpasst. Die Saison ist für den deutschen Vizemeister über 5000 Meter damit beendet. „Das muss ich erst einmal sacken lassen. Die Enttäuschung ist riesengroß“, sagte der Leichtathlet des SFD 75 Düsseldorf.

Erst am Sonntagabend war endgültig klar, dass für ihn der ersehnte Flug nach Tokio ausfällt. Anstatt in Japans Hauptstadt den bislang größten Moment seiner Karriere zu erleben, wird der Läufer die Spiele nur als Zuschauer auf dem heimischen Sofa erleben. Weitere Wettkämpfe wird der deutschen Vizemeister über 5000 Meter erst einmal nicht bestreiten. „Ich werde mehrere Wochen Pause einlegen, um dann mit neuen Kräften wieder anzugreifen“, kündigte der Mittelstreckler an. Nachdem Thorwirth über Wochen in den für Tokio teilnahmeberechtigen Top 42 der Weltrangliste geführt wurde, stürzte der 26-Jährige nach dem Stichtag in der Vorwoche auf den 45. Platz ab. Fünf Punkte fehlten ihm im komplizierten Weltranglisten-System am Ende zur Qualifikation.

In Luzern stieg Thorwirth
wegen Wadenproblemen aus

Auch die Hoffnung auf kurzfristige Absagen von vor ihm platzierten Athleten zerschlug sich in den vergangenen Tagen. Die Saison, die im Winter so gut begonnen hatte, bleibt damit ohne Krönung. Allerdings: Am Ende steht mit Silber auch erneut eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften sowie die Erkenntnis, dass Thorwirths Potenzial riesengroß und sein Weg noch lange nicht vorbei ist.

„Ich setze mir jetzt neue Ziele. Nächstes Jahr stehen mit der Heim-EM in München und der WM in den USA zwei Highlights an. Es ist klar, dass ich dann wieder international starten will“, sagt Thorwirth. Der ehrgeizige Sportler nutzte den Saisonabschluss ohne das große Happy End, um seinen Wegbegleitern zu danken: „Es gibt so viele Menschen, die mich unterstützen und versucht haben, mit mir diesen Traum zu verwirklichen. Ich kann nicht beschreiben, wie dankbar ich dafür bin.“ Thorwirth war in New York in der Halle über zwei Meilen herausragend in die Olympia-Saison gestartet, es folgte die Teilnahme bei der Team-EM sowie die Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft in Braunschweig jeweils über seine Paradestrecke 5000 Meter. Die Zeiten von diesen drei Rennen flossen schließlich in die Berechnung seiner Weltranglistenplatzierung ein. Beim Rennen in Luzern vergangene Woche stieg Thorwirth wegen Wadenproblemen aus. „Ich habe letztlich leider nicht geschafft, meine gute Form in den Sommer zu übertragen. Das muss ich akzeptieren. Ich freue mich jetzt auf die Auszeit und blicke dann wieder nach vorn.“

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