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DEG-Spieler haben das neue Abwehr-System begriffen

DEG-Spieler haben das neue Abwehr-System begriffen

In den ersten zehn Spielen gab es 36 Gegentore, zuletzt nur noch 17 in acht. Morgen geht es zum Meister.

Als die Düsseldorfer EG am 29. September ihr erstes Aufeinandertreffen in dieser Saison mit dem EHC München beendet hatte, herrschte Feierstimmung im Rather Dome. Mit 6:4 hatten die Rot-Gelben den amtierenden Meister der Deutschen Eishockey Liga bezwungen und eines ihrer besten, ja vielleicht das beste Saisonspiel gezeigt.

DEG-Spieler haben das neue Abwehr-System begriffen
Foto: Häfner

Der offensive Spielstil des neuen Trainers Mike Pellegrims schien sich auszuzahlen. Die vielen Gegentore, die es in der ersten Saisonphase ebenso gab, störten eher weniger. Doch in den vergangenen Wochen hat sich in der Abwehr der Düsseldorfer etwas verändert. In den ersten zehn Partien kassierte die DEG satte 36 Gegentore (3,6 im Schnitt). Nur 17 waren es seither in den acht folgenden Begegnungen (2,13). Das mag auch an den Torhütern liegen. Dan Bakala fand sich als Ersatz für den verletzten und zuvor nicht gerade formstarken Mathias Niederberger in einer für ihn neuen Liga schnell zurecht. Jetzt sind beide Torhüter fit und konkurrieren um die Einsätze zwischen den Pfosten.

Doch die DEG verteidigt insgesamt als Mannschaft besser. „Es ging darum, die Feinabstimmung zu finden. Die Harmonie war noch nicht da“, erklärt Co-Trainer Tobias Abstreiter den Unterschied zwischen beiden Phasen. „Die Spieler müssen verschiedene Situationen auf dem Eis erkennen. Wir haben ihnen erklärt, wie darauf zu reagieren ist. Da sind einige Dinge etwas anders als beispielsweise in der vergangenen Saison. Aber jetzt machen sie das schon gut.“ Das gilt für Fünf-gegen-fünf-Situationen ebenso wie für das Unterzahlspiel.

In diesem Bereich der „Special Teams“ hat sich die DEG zuletzt enorm verbessert. Mit einer Erfolgsquote von 83 Prozent hat sich der Tabellenzwölfte in dieser Statistik auf Rang sechs vorgeschoben. „Da könnten wir leicht auch bei 88 oder 89 Prozent sein. Situationen, in denen du fünf Sekunden Powerplay spielst und die dir dann deine Überzahlquote kaputt machen, können andersherum diese Zahl für dein Unterzahlspiel auch steigern“, sagt Cheftrainer Mike Pellegrims, der die generelle Aussagekraft dieser Quoten bei den „Special Teams“ in Frage stellt.

Am vergangenen Wochenende blieb die DEG in Unterzahl ohne Gegentreffer. Morgen würde eine Wiederholung durchaus die Chancen auf einen Punktgewinn erhöhen, wenn die Düsseldorfer zum zweiten Mal in dieser Spielzeit mit dem Meister EHC München die Schläger kreuzen. Das Team von Trainer Don Jackson weist mit rund 89 Prozent das beste Unterzahlspiel der DEL auf, ist zudem in Überzahl auf Rang zwei notiert. „Da müssen wir uns noch verbessern. Das wissen wir“, sagt Pellegrims, dessen Team bei numerischer Überlegenheit zu den schlechtesten zählt. „Die Schüsse sind da. Was wir brauchen, ist mehr Verkehr vor dem Tor.“