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Düsseldorfer EG: DEG: Keine Leidenschaft, keine Punkte

Düsseldorfer EG : DEG: Keine Leidenschaft, keine Punkte

Die DEG zeigt gegen Wolfsburg ihre schlechteste Saisonleistung und verliert 0:3.

Düsseldorf. Für viele beginnt die Eishockey-Saison ja erst, wenn die Temperaturen auch draußen an Wintersport erinnern. Am Sonntag war das der Fall. Da herrschte rund um den Rather Dome ein ebenso eisiger wie ungemütlicher Wind. Das weitaus größere Problem für die nur 5652 Zuschauer beim Spiel der Düsseldorfer EG gegen die Grizzlys Wolfsburg war allerdings, dass auch das Geschehen auf dem Eis keine Herzen erwärmen konnte. Im Gegenteil: Am Ende einer über weite Strecken extrem niveauarmen und langweiligen Partie hieß es 0:3 aus Sicht der DEG.

Das war vor allem mit Blick auf die Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bitter, hatten die Düsseldorfer doch die beiden Spiele zuvor gewonnen und am Sonntag die Chance, sieben Punkte zwischen sich und einen Nicht-Play-off-Platz zu bringen. Doch nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten sind nun es nur noch drei Zähler, die die DEG von Platz elf trennen.

Dass es nichts mit dem Absetzen werden würde, war allerdings schon zu Beginn abzusehen. Abgesehen von ihrem Trainer präsentierte sich die DEG seltsam leidenschaftslos. Und das, obwohl sie nur zwei Tage zuvor das emotionale Derby mit 2:1 in Krefeld gewonnen hatte und eigentlich mit einer gehörigen Portion Schwung in das Spiel gegen Wolfsburg hätte gehen müssen.

Doch davon war überhaupt nichts zu sehen. Vor allem im ersten Drittel ließen die Mannen von Trainer Christof Kreutzer alles vermissen, für was sie von ihren Fans sonst geliebt werden.

Angriffe mit mehr als drei gelungenen Pässen in Folge gab es ebenso wenig wie mutige Einzelaktionen oder konsequentes Zupacken in der Defensive. Nur ganze drei Schüsse brachte die DEG in den ersten 20 Minuten aufs Tor. Dass es danach 0:0 stand, lag lediglich daran, dass auch die kriselnden Wolfsburger wenig auf die Reihe bekamen.

Nicht mal eine fünfminütige Überzahl zu Beginn des zweiten Drittels konnte den Charakter der müden Veranstaltung ändern. Denn wie bereits in der kompletten Saison präsentiere sich die DEG mit einem Mann mehr auf dem Eis harmlos. Weil auch bei Fünf-gegen-Fünf nichts klappte, bestand die Geräuschkulisse fast ausschließlich aus Murren, Raunen und Pfiffen. Nachdem die Wolfsburger gegen Ende des zweiten und zu Beginn des letzten Drittels dann doch drei ihrer wenigen Chancen genutzt hatten, sangen die Fans von „Kaffee und Kuchen“. Doch das gab es ebenso wenig wie ein interessantes Eishockeyspiel. Wetter hin oder her.