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Borussia Düsseldorf: Vier Fragen an... Andreas Preuß

Borussia Düsseldorf : Vier Fragen an... Andreas Preuß

Manager von Borussia Düsseldorf

Hinter dem erfolgsverwöhnten Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf liegen ungewohnt durchwachsene Monate. Viele Verletzungen haben den amtierenden Double-Sieger in dieser Spielzeit zurückgeworfen. Dennoch ist Manager Andreas Preuß optimistisch, dass die Saisonziele noch alle erreicht werden können. Und das wäre nichts weniger als das „Triple“.

Herr Preuß, in der Königsklasse steht nächste Woche in Ostrau ein Endspiel in der Gruppe an. Wie schlimm wäre das Verpassen des Viertelfinales in der Champions League?

Andreas Preuß: Wenn wir nur Dritter in der Gruppe werden würden, dann ginge es für uns im ETTU-Pokal weiter. Wir hätten sicherlich auch Chancen diesen Wettbewerb zu gewinnen. Von daher wäre ein Ausscheiden aus der Königsklasse für uns kein freier Fall. Aber wir wollen in der Champions League unbedingt ins Viertelfinale und dann den Titel holen. Als Zweiter könnten wir natürlich dort bereits schon auf eine der starken russischen Mannschaften treffen. Aber damit müssten wir dann leben.

Mit der nahenden Rückkehr von Timo Boll sind bei der Borussia viele Hoffnungen verbunden. Werden die anderen Spieler im Team sich dann auch wieder an ihrem Spitzenspieler hochziehen?

Preuß: Als Timo ausfiel, hatte ich die Hoffnung, dass unsere anderen drei Spieler zusammenwachsen und jeder in seiner Leistung über sich hinauswächst. Das hatte sich anfangs auch so angedeutet. Durch erneute Verletzungen und die Tatsache, dass wir nie mit drei Spielern gespielt haben, wurde dies jedoch konterkariert. Timo ist unsere Nummer eins und ein absoluter Leader. Wenn er in der Halle ist, ist ein anderer Geist in der Halle. Dann ist mehr Selbstvertrauen und Sicherheit da. Das ist bei anderen Teams und in den anderen Sportarten genauso.

Wird Boll denn in Ostrau definitiv wieder spielen können?

Preuß: Eventuell kann es sogar noch eine Woche länger dauern, bis er einsatzfähig ist. Dann wäre das feste Ziel für ihn das Final Four um den nationalen Pokal im Januar. Timo wird aber in Ostrau so oder so zum Kader gehören. Denn für die K.o.-Runde muss er in drei von sechs Gruppenspielen gemeldet gewesen sein.

Hat diese Saison mit all ihren bisherigen Schwierigkeiten vielleicht sogar einen gewissen Reiz?

Preuß: Die Tatsache, dass wir im Grunde nur noch Endspiele haben, macht sogar eine Menge Spaß. Wenn wir jetzt in der Bundesliga 18:2-Punkte und vier Zähler Vorsprung hätten, dann fährst du ganz anders zu jedem Spiel. So lange wir noch alle Chancen haben, hat die Situation sicher ihren Reiz. Bei allem Ärger über so manche Niederlage sehe ich das als Herausforderung an. Wenn wir gesund sind und in voller Besetzung spielen können, dann ist mit dieser Mannschaft alles möglich. Das haben wir in der vergangenen Saison bewiesen. tke