Tischtennis-Bundesliga: Borussia Düsseldorf gehen die Spieler aus

Tischtennis : Borussia gehen die Spieler aus

Nur Anton Källberg ist sicher in Saarbrücken einsatzfähig. Vielleicht stößt Timo Boll noch zum Team.

Selten hat es in der jüngeren Vergangenheit bei Borussia Düsseldorf vor einem Spieltag in der Tischtennis-Bundesliga so viele Fragezeichen gegeben. Denn noch ist völlig offen, wer am Sonntag (15 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken für die Mannschaft von Trainer Danny Heister auflaufen kann und wird. Vielleicht gehört der 47 Jahre alte Niederländer sogar mal wieder selbst dazu.

Grund für die Personalsorgen beim Deutschen Rekordmeister sind vor allem zwei Verletzungen: Kristian Karlsson ist in der Qualifikation bei den Czech Open umgeknickt und hat sich dabei eine Bänderdehnung am linken Fuß zugezogen. Der Schwede muss mindestens eine Woche mit dem Training aussetzen und ist für das vermeintliche Spitzenspiel im Saarland keine Option. Ebenfalls angeschlagen ist Ricardo Walther, der sich mit einem Hexenschuss herumplagt.

Die übrigen Borussen sind noch bei diversen Turnieren im Einsatz. Timo Boll erreichte am Freitag das Viertelfinale bei den Czech Open, Omar Assar absolvierte mit der ägyptischen Nationalmannschaft am Freitagabend das Finale der African Games. „Der Trainer wird die Mannschaft erst am Sonntag aufstellen können. Ob wir Kamal Achanta einfliegen lassen, haben wir noch nicht entschieden“, ließ Manager Andreas Preuß am Donnerstag verlauten. Doch eine Aktivierung des Reservisten aus Indien scheint inzwischen vom Tisch.

Heister oder Walther —
einer muss am Sonntag ran

Källbergs Einsatz in zwei Einzeln gilt damit als sicher. Sollte Boll am Samstag sein Viertelfinale gegen den Koreaner Sangsu Lee verlieren, würde der Europameister dem Team in Saarbrücken zur Verfügung stehen. Ansonsten müsste Walther auf die Zähne beißen und Heister aushelfen — beides keine erwünschten Szenarien bei der Borussia, von denen sich eins aller Voraussicht nach aber nicht vermeiden lassen wird. Ob mit oder ohne Boll.

„Wir hatten uns sehr auf dieses Duell gefreut. Aber jetzt fahre ich natürlich ganz ohne Erwartungen nach Saarbrücken. Wir werden trotzdem das Beste draus machen“, verspricht Heister.

Mehr von Westdeutsche Zeitung