Tabellenführer Borussia rehabilitiert sich mit 3:1-Sieg

Tabellenführer Borussia rehabilitiert sich mit 3:1-Sieg

Zwei Tage nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken gewinnen die Düsseldorfer gegen den ASV Grünwettersbach.

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Tischtennis-Profis von Borussia Düsseldorf an diesem 16. Spieltag der Bundesliga-Saison zu verrichten hatten. Doch nach mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit war es der Tabellenführer, der sich über den Sieg freuen durfte. 3:1 hieß es am Ende im Heimspiel gegen den ASV Grünwettersbach aus Karlsruhe. Und hätten die Gäste im Verlaufe dieser Saison häufiger so gespielt wie in Düsseldorf, wären sie wohl nicht bereits längst aus dem Play-off-Rennen.

Andreas Preuß hatte die Mannschaft der Borussia im Vorfeld und nach der 1:3-Auswärtsniederlage in Saarbrücken ein wenig gekitzelt. „Unsere Truppe ist derzeit nicht in Bestform“ hatte der Manager gesagt. Kurz nach dem 13. Sieg im 16. Saisonspiel, durch den die Borussia einen der ersten beiden Tabellenplätze bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Doppelrunde sicher hat, war Preuß erleichtert: „Nach dem Wochenende war das Team verunsichert. Aber heute hat es eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen. Das war ein wichtiger Schritt vor der Play-off-Runde.“

In abermaliger Abwesenheit von Spitzenspieler Timo Boll hatte Trainer Danny Heister mit seiner Aufstellung ein wenig gepokert und Kristian Karlsson an Position drei gesetzt — wohl auch, um dem Schweden nach anstrengenden Wochen nur einmal an die Platte schicken zu müssen. Also begann Anton Källberg gegen Grünwettersbachs Topspieler Masataka Morizono. Der Japaner setzte sich glatt mit 3:0 durch. Källberg versuchte gegen seinen flinken Gegner schnell und explosiv zu Punktgewinnen zu kommen, doch Morizono hatte fast immer eine Antwort und gewann nach knappem zweiten Satz letztlich souverän.

Das war auch das Stichwort für Stefan Fegerl. Der Österreicher siegte ohne Satzverlust gegen Ricardo Walther und glich die Begegnung aus. „Wir hatten nach dem Spiel am Sonntag richtig Wut im Bauch. Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Teil zum Sieg beitragen konnte und meine Führungen nach Hause gebracht habe“, erklärte Fegerl.

Im spannendsten Duell des Abends musste Karlsson dann gegen den jungen Dang Qiu über die volle Distanz gehen. Dem Düsseldorfer Schweden unterliefen immer wieder leichte Fehler, doch dank seiner größeren Erfahrung und der nötigen Kaltschnäuzigkeit war es am Ende Karlsson, der jubeln durfte, ehe Källberg im vierten Einzel gegen Walther alles klar machte.

„Das war kein Vergleich zu Sonntag“, sagte Heister. „Besonders für Anton habe ich mich gefreut. Er hat zuletzt nicht gut gespielt, aber heute vieles von dem umgesetzt, worüber wir in den vergangenen Tagen gesprochen haben.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung