Borussia Düsseldorf : „Standortbestimmung“ für die Borussia

Am Doppel-Spieltag in der Liga sind Grünwettersbach und Saarbrücken die Gegner. Der Einsatz von Spitzenspieler Timo Boll ist aufgrund seines Trainingsrückstands noch offen.

Auf den hart erkämpften 3:2-Auftaktsieg gegen Fulda-Maberzell folgte bereits die erste Pause für die Profis von Borussia Düsseldorf. Zumindest in den Mannschaftswettbewerben. Das ist keine Seltenheit im eng getakteten Tischtennis-Kalender. Auch in der Saison 2018/19 nicht. Internationale Turniere — wie zuletzt die Czech Open — und der Liga-Alltag wechseln sich ab. Morgen (19 Uhr, Tischtennis-Zentrum) geht es in der Bundesliga weiter. Dann hat der Deutsche Meister erneut ein Heimspiel. Gegner ist der ASV Grünwettersbach aus Karlsruhe.

„Dieses Wochenende ist für uns eine Standortbestimmung“, prognostiziert Manager Andreas Preuß. „Grünwettersbach hat zuletzt gegen den Meisterschaftsfavoriten Ochsenhausen hauchdünn verloren und gehört zum Kreis der Play-off-Kandidaten. Die Mannschaft ist auf allen Positionen ausgeglichen besetzt.“ Neben den beiden deutschen Nationalspielern Ricardo Walther und Dang Qiu, die bereits im Vorjahr für den ASV aktiv waren, hat sich Grünwettersbach mit dem Inder Sathiyan Gnanasekaran und dem ehemaligen Saarbrücker Bojan Tokic verstärkt. „Gegen einen Ex-Klub zu spielen ist immer besonders. Da ich nur 100 Meter vom Tischtennis-Zentrum entfernt wohne und hier jeden Tag trainiere, fühlt es sich für mich wie ein halbes Heimspiel an“, sagt Ricardo Walther, der von 2012 bis 2014 für die Borussia spielte.

Omar Assar strebt seinen ersten Einzelsieg an

Ob der amtierende „Triple“-Sieger auf die Dienste von Timo Boll zurückgreifen kann, ist noch unklar. Der 37-Jährige hat nach seiner Nackenverletzung im Sommer noch immer Trainingsrückstand, zeigte aber zuletzt gegen Fulda bereits wieder eine ansprechende Leistung.

Ein anderer Borussia-Profi möchte nach seinem von den Resultaten her unglücklichen Start im Düsseldorfer Trikot gegen den ASV unbedingt auch das erste persönliche Erfolgserlebnis einfahren. Omar Assar, Neuzugang von Werder Bremen, präsentierte sich gegen Fulda solide, ging aber in beiden Einzeln als Verlierer aus der Box.

Bereits am Sonntag (15 Uhr) ist die Borussia erneut gefordert. Dann geht es zum 1. FC Saarbrücken. Das Team der Saarländer hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verändert. Neben Bojan Tokic haben auch die erfahrenen Tiago Apolonia und Patrick Baum den FCS verlassen. Mit Liao Cheng Ting, Darko Jorgic und Tomas Polansky kamen drei junge Spieler hinzu.

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