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Tischtennis-Bundesliga: Play-off: 3:0 — Borussia zieht ins Finale ein

Tischtennis-Bundesliga : Play-off: 3:0 — Borussia zieht ins Finale ein

Boll, Karlsson und Källberg sorgen im dritten Play-off-Halbfinale gegen Saarbrücken für die Punkte.

Düsseldorf. Zum vierten Mal in Folge ist Borussia Düsseldorf der Einzug ins Finale der Tischtennis-Bundesliga gelungen. Im dritten und entscheidenden Play-off-Halbfinale setzte sich der Titelverteidiger mit 3:0 gegen den 1. FC Saarbrücken durch. „Das war eine Klasseleistung des gesamten Teams. Wir sind hochverdient ins Finale eingezogen. Jetzt kämpfen wir für das Triple“, jubelte Manager Andreas Preuß.

Unmittelbar vor dem Spielbeginn im Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz wurde Kamal Achanta per Video-Stream aus Indien zugeschaltet. Der Routinier, der die Borussia am Saisonende verlassen wird, wollte seine Teamkollegen noch einmal motivieren und viel Glück wünschen — mit Erfolg.

Timo Boll stellte im Eröffnungsspiel des Nachmittags vor rund 900 Zuschauern eindrucksvoll unter Beweis, in welch hervorragender Form er sich einen Monat vor der Weltmeisterschaft in Düsseldorf befindet. Tiago Apolonia hatte beim glatten Dreisatzsieg des Rekord-Europameisters keine Chance. Boll variierte das Tempo und fand auf alles, was der Portugiese versuchte, stets die passende Antwort. „Wir waren nach der Niederlage in Saarbrücken mehr als nur gewarnt. Wir haben als Team heute die beste Leistung der Saison gezeigt“, sagte Boll nach dem auf dem Papier klaren aber letztlich schwer erarbeiteten Sieg.

Deutlich enger als das Auftakteinzel verlief da schon die Begegnung zwischen Kristian Karlsson und dem Ex-Düsseldorfer Patrick Franziska. Nach zwischenzeitlichem 1:2-Satzrückstand des Schweden schien sich ein deutlich längerer Tischtennis-Nachmittag anzudeuten. Doch Karlsson minimierte in der Folge seine Fehlerquote und ließ dem deutschen Nationalspieler in den Durchgängen vier und fünf keine Chance mehr.

Für die Entscheidung sorgte Anton Källberg in einem weiteren Fünfsatz-Duell gegen Bojan Tokic. „Das war sehr eng. Ich musste für jeden einzelnen Punkt hart arbeiten. Es war einfacher, mit einem 2:0 im Rücken in die Box zu gehen. Aber heute Morgen war ich ganz schön nervös“, erklärte der 19-Jährige. „Da Stefan unter der Woche einen Tag krank war, habe ich direkt entschieden, dass Anton spielt“, sagte Trainer Danny Heister. „Dass er in so einem Spiel den Sack zumacht zeigt, dass wir in dieser Saison eine wirklich gute Mannschaft sind.“

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Borussen indes wieder einmal nicht. Am Freitag steht das Final-Hinspiel in der Champions League gegen Orenburg an. Gegen das Spitzenteam aus Russland sind die Düsseldorfer nur Außenseiter. Dennoch scheint mit diesem Team in der Saison 2016/17 alles möglich — sogar das Triple.