Borussia: Topduell im Viertelfinale

Das Team von Trainer Danny Heister trifft am Donnerstag in der Champions League auf Titelverteidiger Pontoise Cergy. Zuerst muss die Borussia in Frankreich ran.

Düsseldorf. Am Donnerstagabend wird es ernst für die Borussia: Zum Viertelfinal-Hinspiel der europäischen Champions League erwartet Titelverteidiger AS Pontoise Cergy TT aus Frankreich die Mannschaft um Tischtennisprofi Timo Boll (19.45 Uhr, Hall Omnisport).

„Pontoise ist unsere bislang größte Herausforderung in dieser Saison“, sagt der Spitzenspieler, der die Stärke der Franzosen auch an Ex-Borusse Marcos Freitas festmacht: „Marcos ist ein echter Spitzenspieler geworden. Zudem hat sich Kristian Karlsson sehr gut entwickelt, und auch Wang ist extrem gefährlich für jeden Spieler. An einem guten Tag können sie jeden schlagen und wurden letztes Jahr nicht zu Unrecht Champions-League-Sieger.“ Freitas hatte im Herbst sein portugiesisches Nationalteam vor eigenem Publikum zum Mannschaftseuropameister-Titel geführt und im Endspiel gegen Deutschland unter anderem Timo Boll besiegt.

In der vereinseigenen Ankündigung sprechen die Borussen selbst von „Endspielstimmung im Viertelfinale“. Tatsächlich darf die Begegnung als vorweggenommenes Finale bezeichnet werden, denn das Team aus dem 35 Kilometer nordwestlich von Paris gelegenem Gemeindeverbund Cergy gewann in der vergangenen Saison überraschend die europäische Königsklasse und hat in der Gruppenphase dieser Spielzeit bereits Mitfavorit Orenburg mit dem deutschen Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov bezwungen.

Weil die Franzosen aber „nur“ Platz zwei in ihrer Gruppe am Ende der Vorrunde belegten, wurden sie Gruppensieger Borussia zugelost. „Wir werden uns in dieser Woche wieder sehr gewissenhaft auf die Partie vorbereiten“, sagte Trainer Danny Heister, der ein Duell auf Augenhöhe erwartet. „Am Ende wird die Tagesform den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.“

Nach dem Pokal-Sieg und der souveränen Tabellenführung in der Bundesliga fordert Manager Andreas Preuß den nächsten Schritt von seinem Team: „Dass wir national nur schwer zu bezwingen sind, haben wir mehrfach gezeigt. Nun gilt es zu beweisen, dass wir auch auf europäischer Ebene zu den Top-Teams gehören.“

Da passt es der Borussia gut ins Konzept, dass auch Patrick Franziska nach viermonatiger Verletzungspause erstmals wieder zum Aufgebot der Düsseldorfer gehören und mit nach Frankreich fliegen wird. Möglicherweise kann der 22-Jährige mithelfen, den Grundstein für das Rückspiel vor eigenen Zuschauern in acht Tagen am Staufenplatz zu legen.