Borussia spielt um den Gruppensieg in der Königsklasse

Borussia spielt um den Gruppensieg in der Königsklasse

Mit einem Erfolg im dänischen Roskilde wäre Platz eins in der ersten Phase der Champions League perfekt.

Auch das letzte Spiel des Kalenderjahres ist ein wichtiges. Wenn Borussia Düsseldorf heute (18.30 Uhr) im abschließenden Vorrundenspiel der Tischtennis-Champions-League bei Roskilde BTK antritt, geht es um nicht weniger als den Gruppensieg. Nichts anderes war und ist das erklärte Ziel des Teams von Trainer Danny Heister. „Das ist das Finale um Platz eins. Für beide Mannschaften geht es um unheimlich viel. Darum wird das ein sehr interessantes Spiel“, sagt der Niederländer. Denn der dänische Gegner benötigt seinerseits einen Erfolg, um das Viertelfinale überhaupt noch erreichen zu können.

„Für mich ist Roskilde die große Überraschung in unserer Gruppe. Der Verein war an Platz 16 der Setzliste und spielt nun um den Sieg in unserer Gruppe. Daher dürfen wir das Team um Michael Maze keinesfalls unterschätzen“, erklärt Manager Andreas Preuß.

Gleich mehrere Szenarien sind heute in Dänemark denkbar. Jeder Sieg würde der Borussia in jedem Fall Platz eins und den Gruppensieg bescheren. Das würde jedoch Hennebont aus Frankreich die Tür öffnen, Roskilde noch abzufangen und mit einem Sieg gegen Dzialdowo selbst noch ins Viertelfinale einzuziehen. Bei einem 0:3 oder 1:3 der Düsseldorfer würde Roskilde die Gruppe gewinnen und die Borussia Zweiter sein. Für den Fall eines 2:3 müsste das Satzverhältnis herangezogen werden.

So oder so: Timo Boll und Co. haben das Ticket für die Runde der letzten Acht sicher. Als Erster wurde der Vorjahresfinalist allerdings dem Titelverteidiger Fakel Orenburg aus Russland aus dem Weg gehen. Gerade deshalb sollen kurz vor Weihnachten noch einmal alle Sinne geschärft werden. „Natürlich sind jetzt nach einem anstrengenden Jahr alle etwas müde. Aber wenn wir unsere Kräfte noch einmal mobilisieren, sollten wir das packen“, sagt Danny Heister. Dazu reist die Borussia auch in voller Mannschaftsstärke nach Dänemark. Also auch mit Timo Boll, der nach seinem hervorragenden Jahr bei den „Grand Finals“ zuletzt etwas müde wirkte, für den Bundesliga-Tabellenführer aber auch noch einmal alle Kräfte mobilisieren will.

Mehr von Westdeutsche Zeitung