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Borussia gewinnt „Stresstest“ in Ochsenhausen knapp

Borussia gewinnt „Stresstest“ in Ochsenhausen knapp

3:2-Erfolg des Heister-Teams hing am seidenen Faden. Achanta gewinnt einen Fünf-Satz-Krimi.

Ochsenhausen. Das Ball- und Satzverhältnis sagen alles aus über diesen Tischtenniskrimi: Denn mit 184:183 Bällen und 10:9 Sätzen lagen die TTF Ochsenhausen am Ende vorne. Das Bundesligaspiel verloren die Gastgeber vor 2500 Zuschauern dennoch mit 2:3 gegen Borussia Düsseldorf. „Das war heute für uns so eine Art Stresstest“, sagte Borussia-Manager Andreas Preuß, nachdem der amtierende Meister auch im sechsten Spiel dieser Saison ungeschlagen geblieben war.

Es sei schön zu sehen gewesen, wie sich die Mannschaft nach der ersten Einzelniederlage von Timo Boll in dieser Saison verhalten hatte. Zunächst hatte der Spitzenspieler jedoch gegen Liam Pitchford gewonnen und damit nach der Auftaktpleite von Panagiotis Gionis gegen den jungen Simon Gauzy für den Ausgleich gesorgt.

Kamal Achanta brachte die Borussia anschließend erstmals in Führung — wie wichtig dieser hauchdünne FünfSatz-Sieg gegen den Russen Kirill Skachkov war, erwies sich in der Begegnung darauf, für die Ochsenhausens Trainer Skoric in der Pause zu einer selten genutzten taktischen Möglichkeit gegriffen und die Aufstellung geändert hatte. Statt Gauzy, der zuletzt eine hohe Niederlage gegen Boll kassiert hatte, schickte er den erst 18 Jahre alten Brasilianer Hugo Calderano gegen den Düsseldorfer Spitzenspieler ins Rennen. Und der junge Rechtshänder schaffte die kaum für möglich gehaltene Sensation und bezwang Boll mit 3:0.

Auch das abschließende Einzel von Gionis gegen Pitchford war hart umkämpft und wurde erst in der Verlängerung des vierten Satz entschieden, als Gionis seinen zweiten Matchball zum 15:13 verwandelte. „Wir haben am Ende unsere ganze Erfahrung ausspielen müssen und dank des Kampfgeistes jedes einzelnen Spielers knapp gewonnen“, sagte Preuß.