Borussia beeindruckt in Russland

Nach dem 3:0 bei UMMC steht die Tür zum Halbfinale der Tischtennis-Champions-League weit offen.

Besser hätte die entscheidende Phase der Tischtennis-Saison für Borussia Düsseldorf gar nicht beginnen können. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League setzte sich der Vorjahresfinalist im russischen Jekaterinburg gegen UMMC mit 3:0 durch und steht damit ganz dicht vor dem Einzug ins Halbfinale, der im Rückspiel in eigener Halle am 9. Februar nur noch Formsache sein dürfte.

„Jekaterinburg ist ein TopTeam in Europa. Daher können wir heute besonders stolz sein. Trotz des 3:0 war es unglaublich knapp. Wir waren in den entscheidenden Momenten mental stärker“, fasste Kristian Karlsson den Abend am Ural zusammen, der insgesamt schneller beendet war als viele es zuvor erwartet hatten.

Gleich im ersten Einzel brachte Timo Boll seine Mannschaft mit einem glatten Dreisatzerfolg über Maharu Yoshimura in Führung. Vor allem im ersten und dritten Durchgang ließ der Weltranglistendritte seinem japanischen Kontrahenten keine Chance. „In den entscheidenden Momenten waren wir heute einfach besser. Das 3:0 ist eine optimale Ausgangssituation für das Rückspiel“, sagte Boll.

Für diese optimale Ausgangsposition sorgten in der Folge Karlsson und Anton Källberg, die in ihren Einzeln aber beide über die volle Distanz gehen mussten. Während Karlsson beim Stand von 9:9 im fünften Satz die besseren Nerven gegen Alexander Shibaev hatte, machte Källberg nach drei zuvor engen Durchgängen im entscheidenden Satz kurzen Prozess mit Andrej Gacina und gewann diesen mit 11:2.

„Das war eine überragende Teamleistung gegen eine sehr starke Mannschaft. Ich bin stolz auf das Team. Doch noch sind wir nicht durch, wir werden auch im Rückspiel auf der Hut sein“, erklärte Trainer Danny Heister, dessen Team in den Tagen zuvor gut mit der klimatischen Umstellung zurecht kam — und das trotz Temperaturen von minus 20 Grad.

Mit 3:0 und einem Satzverhältnis von 9:4 geht die Borussia am Karnevalsfreitag im Tischtennis-Zentrum ins Rückspiel. Ein gewonnenes Einzel würde bereits genügen, um sicher den Einzug in die Runde der letzten vier perfekt zu machen und den nächsten Schritt der „Mission Triple“ aus dem bereits eingetüteten Pokalsieg, der Deutschen Meisterschaft und dem Europapokalsieg zu gehen. Selbst ein 0:3 könnte unter Umständen noch reichen. Nach der zwölfstündigen Rückreise bereitet sich der deutsche Rekordmeister allerdings erst einmal auf die nächste Aufgabe in der Liga vor. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der Tabellenführer beim Überraschungsteam Post SV Mühlhausen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung