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Boll will noch oft mit Borussia feiern

Boll will noch oft mit Borussia feiern

tischtennis Die deutsche Nr.1 verkündet bei der Feier zur Deutschen Meisterschaft sein Bleiben in Düsseldorf bis 2012.

Timo Boll und seine Borussia-Kollegen hatten zur großen Titel-Party geladen. Die Geschenke brachten die Tischtennis-Akteure den rund 2400 Zuschauern zum Final-Rückspiel der Deutschen Tischtennis-Liga gegen die TTF Ochsenhausen (3:2) selbst mit. Jenes von Boll war das dickste: "Ich bleibe bis 2012 bei der Borussia und hoffe, dass wir noch viele Erfolge feiern können", verkündete Boll.

Der neue Weltranglisten-Dritte hatte sich mit dem Düsseldorfer Klub auf eine vorzeitige Verlängerung des noch ein Jahr laufenden Vertrages geeinigt. Nach seinem gewonnenen Auftakteinzel verkündete er noch in der Halle an der Karl-Hohmann-Straße die Entscheidung und löste damit orkanartigen Jubel von den Rängen aus.

Überhaupt war es der Nachmittag der Geschenke. Physiotherapeut Ole Nauert durfte als Mitglied des Aufgebotes mit einlaufen, und Christian Süß ließ beim Geschwindigkeitswettbewerb in der Pause einen Zuschauer gewinnen, der den Tischtennis-Ball mit 106 km/h und damit um einen mehr als Süß auf die Platte geschmettert hatte. Marcos Freitas und Dimitrij Ovtcharov wurden in einer bewegenden Zeremonie zu den Klängen von Trude Herrs Klassiker "Niemals geht man so ganz" vor dem Spiel offiziell verabschiedet und von Borussia-Präsident Fritz Wienke mit einem Foto-Album beschenkt, das "die schönsten Momente" ihrer Zeit in Düsseldorf beinhaltet. Ovtcharov geht zum belgischen Top-Klub RV Charleroi, Freitas zum TTC Jülich.

Beide verabschiedeten sich als Champions-League-Sieger und Deutscher Meister und kamen durch den Spiel-Verzicht von Christian Süß gestern auch zu einem letzten Einsatz für die Borussia.

Dass es am Ende gestern den Meister-Pokal für die Gastgeber geben würde, war bereits vorher klar. Deshalb war wohl auch Ochsenhausens Spitzenspieler Chuang Chih-Yuan der Party-Einladung nicht mehr gefolgt und stattdessen in seine Heimat geflogen. Die Einsätze des Taiwanesen sind teuer, zumal er der einzige im schwäbischen Team ist, der Borussias Boll wirklich gefährlich werden kann. Diese unnötige Investition schenkten sich die Ochsenhausener, die durch das 3:0 der Borussia im Hinspiel eine Woche zuvor schon keine Chance mehr auf den Titel hatten.

Am Ende schenkte Boll den Zuschauern einen zweiten Einzel-Sieg und behielt seine makellose 14:0-Bilanz in der Bundesliga. Nur die Ochsenhausener mussten mehr oder weniger unbeschenkt die Halle verlassen, denn die scheidenden Ovtcharov und Freitas gewannen das abschließende Doppel und sorgten damit für das 3:2.