Boll und Borussia verbessern sich dank des 3:1-Erfolges auf Platz drei

Tischtennis-Bundesliga : Boll beschert Borussia ein beschauliches Fest

Superstar des Meisters sorgt beim 3:1 gegen Saarbrücken für zwei Punkte.

Zu Beginn des Abends tat sich Timo Boll schwer. Im Anschluss an den letzten Ballwechsel vor 1000 Zuschauern im Tischtennis-Zentrum sorgte der Spitzenspieler von Borussia Düsseldorf dann aber für kollektive Erleichterung und großen Jubel zum Abschluss des Jahres 2018. Mit Siegen über Tobias Rasmussen und Darko Jorgic stellte der 37 Jahre alte Weltranglistendritte den 3:1-Triumph seiner Mannschaft in der Bundesliga sicher.

„Es war ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Teilnahme. Wir haben natürlich davon profitiert, dass Patrick Franziska krankheitsbedingt passen musste“, gab Boll zu Protokoll. „Aber auch wir hatten zuletzt viele Probleme mit Krankheiten und Verletzungen. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr davon verschont bleiben und nach schwachen letzten Wochen wieder angreifen können. Die Pause kommt uns nun recht und wird uns sicherlich gut tun.“

Neben Timo Boll punktet
auch Kristian Karlsson

Im Auftakteinzel des Abends hatte Boll vor den Augen von Bundestrainer Jörg Roßkopf den ersten Satz gegen Rasmussen noch mit 9:11 verloren. Danach lief es zunehmend besser für die Nummer eins im Düsseldorfer Team. Am Ende war es ein souveräner Sieg Bolls. Etwa unglücklich verlief anschließend der Auftritt von Omar Assar, bei dem nach Gewinn des ersten Satzes gegen Jorgic nichts mehr zusammen lief. Nach dem glatten 3:0 von Kristian Karlsson über Tomas Polansky stellte Boll ebenfalls ohne Satzverlust den Gesamterfolg sicher, mit dem sich die Borussia in der Tabelle auf Position drei verbesserte.

„Ich denke, dass wir nie wirklich in Gefahr geraten sind. Kristian und Timo haben sehr gut gespielt und gegen ihre Gegner nichts anbrennen lassen“, sagte Trainer Danny Heister. Dessen Mannschaft hat nach dem Pokal-Aus nun eine etwas längere Weihnachtspause als in den vergangenen Jahren, da sie am ersten Januar-Wochenende nicht beim „Final Four“ in Ulm antritt. Am 13. Januar geht es in der Bundesliga mit dem in Döbeln ausgetragenen Heimspiel gegen Mühlhausen weiter. Dann möchten Boll und Co. an die vergangenen Auftritte in der Liga anknüpfen, in der es zuletzt fünf Siege hintereinander gab.

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