BHC-Geschäftsführer Föste: Wir haben alles richtig gemacht

Handball-Interview : „Wir haben alles richtig gemacht“

BHC-Geschäftsführer Föste war begeistert vom Spiel im Rather Dome.

10 043 Zuschauer, Herzschlagfinale, Handballfest und Meisterfeier. Der letzte Spieltag der Handball-Bundesliga im Rather Dome, bei dem der Bergische HC knapp mit 24:27 gegen den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt verloren hat, war mitreißend. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer des BHC, Jörg Föste.

Herr Föste, wie haben Sie den Sonntag erlebt?

Jörg Föste: Es war ein Handballfest, wie man es sich nicht besser hätte ausmalen können. Es war ja in der Liga in allen Entscheidungsbereichen, also Meisterschaft, Europapokal und Abstieg, ein Herzschlagfinale. Dass wir das Spiel in Düsseldorf so absolviert haben und auch im Sinne des Handballs über die Bühne bringen konnten, das war sicher auch der Umgebung geschuldet und der Möglichkeit, das Spiel in Düsseldorf auszutragen. Obwohl wir auch 2500 Flensburger Fans die Möglichkeit eröffnet haben, ihre Mannschaft zu unterstützen und wir natürlich etwas von unserem Vorteil abgeben mussten. Aber das zählt unter dem Strich nicht. Wir haben die Aufgabe, dem Handball den entsprechenden Rahmen zu bieten, und das war nur in Düsseldorf möglich. Deshalb haben wir alles richtig gemacht.

Am Ende fehlte ein Punkt zur Europapokalqualifikation. Wie zufrieden sind Sie mit der Saison?

Föste: Das war eine begeisternde Saison. Zudem muss man sehen, mit welcher Zielsetzung wir in die Saison gestartet sind. Wir gehören zu den drei besten Aufsteigern aller Zeiten und haben Platz sieben erreicht. Das ist weit mehr, als alle uns zugetraut hätten.

Wissen Sie schon, wie viele Spiele der Bergische HC in der nächsten Saison in Düsseldorf austrägt?

Föste: Das hängt an so vielen Unwägbarkeiten. Jetzt ist beispielsweise Gummersbach abgestiegen. Wir hätten dieses Heimspiel gerne in Düsseldorf ausgetragen. Das fällt jetzt aber einfach weg. Was die Planung angeht, sind wir immer vom internationalen Spielkalender abhängig, und auch der Dome ist nicht immer verfügbar. Im Juni wissen wir mehr. Wir planen das sehr, sehr sorgfältig, damit genau das eintritt, was am Sonntag eingetreten ist: Ein gelungenes Spektakel.

Haben Sie das Gefühl, dass Düsseldorf als Spielstätte angenommen wird?

Föste: Nach diesem besonderen Spiel habe ich den Eindruck, dass man die Frage nur mit Ja beantworten kann. Wir wurden zeitweise mindestens aus 7000 Kehlen angefeuert. Das war sehr viel Rückhalt und spätestens in der zweiten Hälfte war es für uns ein echtes Heimspiel, in dem wir von unseren Fans getragen wurden.

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