Baskets mit perfektem Start ins Halbfinale

Baskets mit perfektem Start ins Halbfinale

Didin-Team besiegt Jena 81:61. Nächstes Spiel am Sonntag

Düsseldorf. Die Fans der Baskets hatten die Richtung klar vorgegeben: „Jetzt erst recht“ stand auf einem Banner am Freitag im Castello, ungeachtet der bislang verweigerten Lizenz sollte der sportliche Weg in die Basketball-Bundesliga beschritten werden. Mit dem 81:61 (51:30) gegen SC Jena gelang das dem Zweitligist eindrucksvoll. In der „best-of-five“-Halbfinalserie brauchen die Baskets noch zwei Siege, treten zunächst am Sonntag in Jena an (17 Uhr). Die beiden Finalisten stehen als sportliche Aufsteiger fest.

Die Düsseldorfer erfuhren zu Beginn am Freitag unverhoffte Unterstützung: Die „Skybembels“, Fanklub des Frankfurter Bundesligisten, waren angereist. Didin war bei den „Skyliners“ am Main einst Trainer. Aber nicht nur durch die Gäste aus Hessen nahm die Stimmung auf den Rängen schnell Fahrt auf. Offenbar hatte es sich herumgesprochen, dass dem Düsseldorfer Basketball die Rückkehr in die Erstklassigkeit winkt und die Baskets spektakulären Sport bieten. Im Castello hatten sich 950 Zuschauer eingefunden, so eine gute Heimatmosphäre hatte es in dieser Saison bisher nicht gegeben. Es wirkte wie ein Schulterschluss angesichts der jüngst aufgetretenen Lizenzprobleme.

Auf dem Parkett zahlten die Gastgeber dieses Vertrauen zurück, erarbeiteten sich mit überragender Defensive und offensiver Kaltschnäuzigkeit einen 21-Punkte-Vorsprung im zweiten Viertel. Aber genau so ein Polster hatten die Baskets zuletzt mehrfach verspielt, und Mitte des zweiten Viertels erwischte es zudem erneut Chris Gadley, der nach einem Blockversuch bewusstlos auf den Boden fiel. Nach zehn Sekunden war der 2,08-Meter-Mann zum Glück wieder auf den Beinen, konnte die erfolgreiche Verteidigung des Vorsprungs von der Bank aus verfolgen.

Nach der Pause gingen die Gastgeber mit bis zu 30 Punkten in Führung, und die von einem knappen Dutzend Fans unterstützten Jenaer gingen im Offensivwirbel beinahe unter. Passend zum kämpferischen Einsatz auf dem Parkett soll nach Erhalt der schriftlichen Begründung am Montag offiziell Einspruch eingelegt werden gegen die Verweigerung der Bundesliga-Lizenz. Ganz abgesehen davon, dass der erste Schritt auf dem sportlichen Weg gelungen ist.

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