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Basketball: Miese Magics machen ratlos

Basketball: Miese Magics machen ratlos

Der Zweitligist enttäuscht die 650 Zuschauer beim 56:78 gegen Rhöndorf maßlos. Von der erhofften Trotzreaktion nach der unnötigen Niederlage in Cuxhaven war am Sonntag in Reisholz nichts zu spüren.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Was sich in Eisholz am Sonntag auf dem Hallenboden zwischen zwei Körben tat, hatte zumindest bei den in Weiß angetretenen Düsseldorfern wenig mit gutem Basketball zu tun. Erstaunlich, wie ruhig und zurückhaltend die 650 Zuschauer die miserable Vorstellung der Magics beim überaus deutlichen 56:78 gegen den Tabellen-Nachbarn aus Rhöndorf hinnahmen. Noch viel emotionsloser agierten die meisten Spieler des Gastgebers.

Mannschaftskapitän Björn Gieseck fand keine passende Erklärung

"Das war ein schwarzer Tag heute", erklärte Björn Gieseck, nachdem die Mannschaft nach der Schluss-Sirene auf schnellstem Wege in die Kabine verschwunden war. Der Kapitän, der selbst gerade einmal 13 Minuten spielen durfte, stellte sich demonstrativ vor die Mannschaft und übernahm Verantwortung. Doch eine Erklärung fand der Center der Magics auch nicht. "Ich habe keine Ahnung, warum wir heute so daneben waren. Das passiert uns sicherlich nicht noch einmal." Dabei war der Gegner bis auf Spielmacher William Hatcher allenfalls oberer Durchschnitt der 2. Liga. Doch die Kreise des US-Amerikaners konnte kein Akteur auf Seiten der Magics einengen. Und auch in der Vorwärtsbewegung haperte es derart, dass viele Fehlabspiele, Fangfehler und unkonzentrierte Würfe die ersten drei Viertel prägten. Zwei Drei-Punkte-Würfe von Paul Godfrey und Derrick Freeman waren die einzige Punktausbeute aus der Distanz. Ezenwa Ukeagu und Gieseck kamen unter dem gegnerischen Korb kaum zur Geltung, und der stärkste Spieler des jüngsten Heimspiels gegen den MBC, Vladimir Bogojevic, blieb sogar ganz ohne Punkte.

"Ich möchte keinesfalls von Auflösungserscheinungen sprechen", sagte Gieseck. "Denn wir verfolgen hier alle noch Ziele, und die Saison geht bis April." Von einer geschlossenen Teamleistung ist allerdings keine Rede, wenn man die Konzentrationsschwächen sieht.

Magics: Godfrey (23), Bogojevivh, Zivanovic (4), Grier (9), Gieseck, Jovanovic (3), Ukeagu (10), Freeman (7)

Rhöndorf: Nyström (11), Hatcher (21), Hirsch (2), Montag, Knutsen (1), Weber, Kovacec (1), Rojik (25), Fiorentino (4), Malbeck (6), Lange (7)