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Basketball: Howell zaubert die Magics aus dem Keller

Basketball: Howell zaubert die Magics aus dem Keller

Beim Sieg des Zweitligisten in Schalke findet der junge US-Amerikaner zu seiner Topform.

Düsseldorf. Magics-Trainer Markus Zilch hatte gleich doppelt Grund zur Freude: Zum einen vergrößerte sich der Abstand in der Zweitliga-Tabelle auf die Abstiegsplätze schon vor dem Spiel - dem BV Chemnitz wurde der Erfolg von der Vorwoche bei der BG Karlsruhe aberkannt. Zum anderen gewann sein Team mit 100:87 (40:45) beim FC Schalke und stellte mit diesem sechsten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit den Kontakt zu den Mittelfeldplätzen wieder her. "Das war heute ein verdienter Sieg für uns. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet. So stelle ich mir das vor", sagte Zilch.

Nick Stapleton hielt die Gäste in der ersten Hälfte im Spiel

Dabei hatte es anfangs nicht danach ausgesehen. Vor der Schalker Saisonbestmarke von 600 Zuschauern und angetrieben von Aufbauspieler Matt Witt zogen die Gastgeber über 16:11 (7.) auf 21:13 (8.) davon. Vor allem dank Magics-Spielmacher Nick Stapleton, der sich abwechselnd der engen Bewachung von Igor Simin oder Quentin Pryor erwehren musste, blieben die Gäste in Schlagweite. Der 28-Jährige hielt seine Mannschaft mit zehn erzielten Punkten im Spiel, und in der Kabine schien Zilch die richtigen Worte gefunden zu haben. Zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Magics los wie die Feuerwehr. Mit einem 19:2-Lauf bis zur 26. Minute (59:47) legten die Gäste das Fundament für den Sieg. Selbst von einer zwischenzeitlichen Verletzung Stapletons, der von Simin recht arg angegangen worden war, ließen sich die Magics nicht ablenken. Insbesondere Keonta Howell blühte in der zweiten Hälfte auf und avancierte mit insgesamt 25 Punkten zum erfolgreichsten Punktesammler der Gäste. "In der zweiten Hälfte sind wir ein höheres Tempo gegangen und haben die Intensität erhöht. Zudem haben wir einige Kleinigkeiten umgestellt, die voll aufgegangen sind", sagte Zilch, der sich neben den anfangs genannten auch über einen dritten Schritt in Richtung Klassenerhalt freuen konnte: Denn bei Punktgleichheit mit Konkurrent Schalke hätten die Magics durch den Sieg den dann entscheidenden besseren direkten Vergleich. Schalke - Magics 87:100 (25:21, 20:19, 18:28, 24:32) Schalke: Pryor (15 Punkte/6 Rebounds), Cole (9), Scruggs (5), Schille (7), Chaney (5), Simin (4), Witt (24), Hird (18/14) Magics: Sadek (2), Neal (18), Amaya (4), Stapleton (18), Berghoefer (12/12), Mallon (13), Howell (25/10) Zuschauer: 600 Wurfquote: Schalke 31 v. 63 (49,2%) - Magics 39 v. 74 (52,7%) Rebounds: 34:37; Fouls: 19:21