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Basketball: Die Magics und der kühne Plan des Trainers

Basketball: Die Magics und der kühne Plan des Trainers

Der Zweitligist ist nicht endgültig gesichert. Zwei Siege müssen noch geholt werden.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Physiotherapeutin Claudia Hess hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Die Basketball-Saison geht auf das Ende zu, und die Magics-Akteure haben alle so "ihre Zipperlein", wie es Trainer Markus Zilch ausdrückt. Ernsthaft verletzt ist derzeit keiner, so dass Zilch am Samstag im Heimspiel gegen die Bremen Roosters (18.30 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) seine beste Aufstellung bringen kann. Noch fünf Spiele sind es in der 2.Bundesliga, und nach dem Sieg in Schalke sowie dem aberkannten Sieg der Chemnitzer in Karlsruhe ist der Klassenerhalt greifbar nahe. Der Vorsprung auf den vorletzten und damit ersten Abstiegsplatz (Chemnitz) beträgt vier Punkte. Die Magics müssten alle Begegnungen verlieren und Chemnitz mindestens drei gewinnen, dann könnte es noch schiefgehen. Für den Magics-Trainer sind die guten Aussichten kein Grund zur übereilten Freude: "Wir sind noch nicht durch. Zwei Siege sollten wir noch einfahren." Sein Plan: erst am Samstag gegen Bremen gewinnen und im darauf folgenden Heimspiel eine Woche später gegen Schlusslicht Nürnberg. Wobei er Anfang der Woche überrascht war über die forschen Bremer. Nicht etwa wegen der sportlichen Leistung der Mannschaft um den US-Amerikaner Chaz Everett Carr, der während der Saison für Tedd Woolery geholt wurde. Oder wegen der starken Ausbeute dessen Landsmannes Al Elliott, der beim 84:90 in Rhöndorf am vergangenen Wochenende 39 Punkte erzielte. Davon zehn Dreier bei 14Versuchen.

Die Konzentration soll der ganzen Mannschaft des Gegners gelten

Zilch warnt: "Wir dürfen den Fehler nicht machen, dass wir uns auf diesen Spieler konzentrieren. Auch die anderen können gefährlich sein." Die sportliche Analyse ist soweit klar. Vielmehr wundert sich Zilch über die forschen Bremer Verantwortlichen: Denn die Roosters beantragten die Lizenz für die Basketball-Bundesliga. Dabei stehen sie punktgleich mit den Magics im unteren Mittelfeld der Tabelle - nur dank des mit 72:71 gewonnenen Hinspiels (direkter Vergleich) zwei Plätze besser. Mit vergleichsweise niedrigen Mitteln habe man effektiv gewirtschaftet, so die Begründung. "Wir haben natürlich nicht vor, ewig in der 2. Liga zu spielen." Mit diesem Ziel waren die Magics nach dem Aufstieg einst auch angetreten - jetzt wollen sie eine aufregende Saison unaufgeregt mit dem vorzeitigen Klassenerhalt zu Ende bringen. Mit Mobilisierung der Kräfte, die Physiotherapeutin Claudia Hesse "rauskitzeln" soll.

Zwei Basketball-Aktionen

Freikarten: In den vergangenen zwei Heimspielen freuten sich die Magics dank der Unterstützung eines Lebensmittelherstellers über eine stattliche Kulisse: 1000 gegen Nördlingen und 1200 gegen Cuxhaven. Das Spiel gegen Bremen ist zwar nicht an einen Sponsor "verkauft", jedoch haben die Magics-Verantwortlichen vor den Osterferien Freikarten an Schulen verteilt.

Ostercamp: Zudem kommen die 50 Teilnehmer des Oster-Trainingslagers bei freiem Eintritt in die Halle. Das startete am Montag mit rund 50Kindern zwischen zehn und 17 Jahren in der Sporthalle an Lewitstraße und endet heute. Für den Sommer ist - in der ersten Ferienwoche - wieder ein Basketball-Trainingslager geplant, was sich bereits bewährt hat.