Badminton-Spielerin Heidi Bender wird erneut Weltmeisterin

Badminton-Spielerin Heidi Bender : Schon wieder Weltmeisterin

Badminton-Spielerin Heidi Bender hat es schon wieder getan: Bei der Senioren-WM im polnischen Kattowitz gewann sie Gold, Silber und Bronze. Insgesamt steht sie nun bei fast 60 nationalen und internationalen Titeln.

Auf der Anreise ins polnische Kattowitz ging eine Menge schief, gleich mehrere Flüge fielen aus, immer wieder musste sich Heidi Bender nach Alternativen umschauen. Und dennoch durfte die Düsseldorfer Badminton-Spielerin hinterher mit drei Medaillen die Heimreise antreten. Vor begeisterten Zuschauern stritten sich mehr als 1500 Spielerinnen und Spieler aus 48 Ländern bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Polen um die Medaillen. Bender gewann Gold, Silber und Bronze und vergrößerte damit ihre beeindruckende Sammlung, insgesamt steht sie nun bei fast 60 Titeln.

Im Einzel der Altersklasse +60 hatte Bender, die den OSC Düsseldorf trainiert und für den Pulheimer SC in der Verbandsliga spielt, nur gegen die Japanerin Kuniko Yamamoto im Halbfinale etwas Mühe. Die Engländerin Anne Bridge und die Französin Sylvia Leverdez konnten sich zuvor nicht lange gegen sie wehren. Im Endspiel unterlag Bender allerdings klar mit 6:21 und 13:21 gegen die Ex-Russin aus Israel, Svetlana Zilberman.

Finalgegnerinnen spielen im Doppel gemeinsam

Zilberman durfte gleich doppelt jubeln — ganz zur Freude von Heidi Bender, da die beiden im Doppel gemeinsam spielten. Mit großem Kampfeswillen schlugen sie erst die Thailänderinnen Khanuttha Maensamut/Sida Narasak, dann im Halbfinale die Engländerinnen Anne Bridge/Christina Davies, ehe sie im Finale die Japanerinnen Kuniko Yamamoto/Sugako Morita mit 21:7 und 21:9 vom Feld fegten.

Damit waren zwei Medaillen fix, eine dritte sollte noch folgen, im Mixed der Altersklasse +55. In der trat Bender mit Bobby Ertanto aus Indonesien an — und es wurde zur Augenweide für die Zuschauer. Mit vielen Tricks und raffinierten Schlägen ließen sie ihren Gegnern Arunas Morkunas/Rasa Ambrasiene aus Litauen, Daniel Hoeffkens/Xin Zhou (Belgien/Hongkong) und Suthivej Choeysoongnern/Duangtepin Bunnag aus Thailand keine Chance. Im Halbfinale mussten die beiden sich aber wegen Benders starker Rückenschmerzen den späteren Weltmeistern aus Schweden und Dänemark, Magnus Nytell/Helle Sjorring, geschlagen geben. So gab es Bronze. Und mit den drei Medaillen verhalf Heidi Bender dem deutschen Team zu Platz eins in der Medaillenwertung.

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