ART-Lauferin landet auf Platz 184

Cross-Lauf : Eine Enttäuschung für Ojstersek

Beim US-Cross-Finale der Universitäten fehlen der ART-Läuferin die Körner, um weiter nach vorne zu kommen.

ART-Langstrecklerin Svenja Ojstersek (24) hätte bei den amerikanischen NCAA-Crosslauf-Meisterschaften in Madison/Wisconsin zu gerne einen besseren Platz als Rang 184 unter den 253 Top-Läuferinnen der besten Universitäten aus dem USA belegt. Doch nicht nur die äußeren Bedingungen mit Schneeboden bei null Grad waren gegen sie. Auch hatte sie noch nicht den kraftraubenden Lauf in der Vorwoche bei den „Regionals“ verdaut, bei dem sie sich überraschend überhaupt für das NCAA-Finale qualifizieren konnte. „Auf einmal stürzte so Vieles auf mich ein“, sagte die Masters-Studentin der Southern Methodist University (SMU) in Dallas, die mit ihrem Abschneiden nicht zufrieden war. „Es war für mich sehr schwer, überhaupt einen Rhythmus zu finden,“ sagte sie.

Nicht nur die sehr vielen Zuschauer sondern auch das Briefing zuvor mit allen möglichen strengen Regularien (einschließlich Pressegespräche spätestens zehn Minuten nach dem Zieleinlauf!) waren für Svenja in dieser Form völlig neu. Dazu war der Sprintstart aus zweiter Reihe brutal, die Spitze überlief die 400 Marke auf dem Schnee wohl in unglaublichen 58 Sekunden, was nicht nur Svenja sehr viel Kraft kostete. Auf den letzten zwei Kilometern war sie dann wieder etwas schneller, konnte aber nur noch zwei Plätze gut machen. Ihre im Laufe der Crosslauf-Saison meist stärkere neuseeländische Teamkollegin und Freundin, Hannah Miller (41. in 6:41 Minuten nach zwei Kilometern), erreichte erst als 195. hinter Svenja Ojstersek das Ziel. Somit war dann Svenja die Zweit-Beste unter den vier qualifizierten Läuferinnen aus der „South-Central-Region“.

Für Svenja gibt es nun eine Rennpause bis in den Januar (Beginn der US-Indoor-Saison). Ob sie zuvor in den Weihnachtsferien ihren Vorjahrssieg beim Uedesheimer Silvesterlauf verteidigen wird, steht derzeit noch nicht fest. Jetzt muss sie sich verstärkt auch wieder auf ihre Aufgaben im Studium konzentrieren. Über die große Anteilnahme aus Düsseldorf an ihren erfolgreichen Cross-Rennen hat sie sich übrigens sehr gefreut.

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