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Handball: ART enttäuscht vor allem in der Offensive

Handball : ART enttäuscht vor allem in der Offensive

Nur 150 Zuschauer sehen eine bittere 22:23-Niederlage gegen Rheinhausen.

Enttäuschend, so lässt sich der Auftritt der Oberliga-Handballer des ART Düsseldorf am Samstagabend gegen die SG OSC Wölfe Rheinhausen kurz und präzise zusammenfassen. Enttäuschend war auch die Resonanz der Handballfans: Gerade einmal 150 Zuschauer verloren sich in die Sporthalle an der Rückertstraße. Sie waren Zeuge der 22:23 (10:9)-Pleite gegen die Duisburger, die in Keeper Jens Bothe, der zu Bundesligazeiten auch mal das Gehäuse der HSG Düsseldorf hütete, einen überragenden Rückhalt hatten. Bothe wehrte zahlreiche hochkarätige Chancen der Schwarz-Gelben ab und entschärfte zudem drei Siebenmeter. Die Pleite des ART gegen Rheinhausen war bereits die dritte Niederlage in Folge.

Bereits die Anfangsphase ließ nichts Positives erahnen. Die Gäste konnten sich eine schnelle 3:0-Führung (6. Minute) herausspielen. Die Angriffsbemühungen des ART waren schon zu diesem Zeitpunkt alles andere als druckvoll. So war es Lars Lipperson, der eine starke Partie zeigte und im Angriffsspiel der Düsseldorfer den Alleinunterhalter gab, dem der erste Treffer für die Gastgeber gelang. Zwar konnten die Düsseldorfer die Partie drehen und mit 5:3 in Führung gehen, doch das Angriffsspiel war katastrophal.

Beste Gelegenheiten ließen die Mannen von Dusko Bilanovic aus. Zwar ging der ART mit einer 10:9-Führung in die Pause, doch fünfzehn Fehlwürfe, darunter drei Siebenmeter, die Rheinhausens Keeper Jens Bothe entschärfte, sind Beleg dafür, wie schwach der ART an diesem Abend spielte.

Auch im zweiten Durchgang steigerten sich die Schwarz-Gelben nicht mehr. Im Gegenteil: Ab der 45. Minute hatten die Gäste Oberwasser, setzten sich bis auf 21:17 (51. Minute) ab. Der Ex-Rheinhausener im Trikot des ART, Patrik Ranftler, konnte erst in der Schlussphase auf sich aufmerksam machen, erzielte drei Treffer, doch am Ende reichte es nicht. Die Bilanovic-Truppe musste sich mit 22:23 geschlagen geben und wartet im neuen Jahr weiter auf den ersten Punktgewinn. „Wir haben katastrophal im Angriff gespielt“, sagte Dusko Bilanovic. „Lediglich Lars Lipperson konnte überzeugen. Mit der Deckungsleistung können wir leben.“

ART: Schmidt, O. Middell — Bauer (3), Mehlitz (1), Wagner, Wohlrabe (3/1), Funke (1), L. Lipperson (7), Brinkhues, T. Lipperson, d’Avoine, Ranftler (5/2), Sinnecker (1), Arnaud (1)