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ART: 400 Starter bei den Wilhelm-Unger-Spielen

ART: 400 Starter bei den Wilhelm-Unger-Spielen

Im Gedenken an tragischen Unfall.

Düsseldorf. Die 67. Wilhelm-Unger-Spiele des ART am Sonntag im Rather Waldstadion sind für 400 Leichtathleten eine letzte Test-Möglichkeit vor der Jugend-DM am darauf folgenden Wochenende in Rostock. Der Meisterschaftsdruck fehlt für die Sportler, wobei auch eine südafrikanische College-Auswahl-Mannschaft an den Start gehen wird.

Der ART stellt mit fast 100 Athleten das größte Teilnehmerfeld. „Mehr als 400 Starter können wir gar nicht durch die Wettbewerbe bringen“, sagt Chef-Organisator Jochen Grundmann, der zusammen mit Wettkampfleiter Bruno Brandenburg die seit Jahrzehnten beliebte Veranstaltung organisatorisch stemmen muss.

Im Vorjahr mussten die Unger-Spiele wegen eines tragischen Unfalls beim Speerwerfen nach drei Stunden abgebrochen werden. Entsetzt und schockiert hatten damals Hunderte Besucher miterleben müssen, wie der damals 74-jährige Kaarster Kampfrichter Dieter Strack von einem Speer am Hals getroffen wurde und trotz aller Rettungsmaßnahmen verstarb. „Das Trauma ist noch in vielen Köpfen, das müssen wir einfach überwinden“, sagt Grundmann. Zum Gedenken an Dieter Strack wird der ART Ende September mit einem Kinder-Sportfest an die Öffentlichkeit treten. Am Sonntag wird man nur still gedenken.

Seit 50 Jahren ist der 79-jährige Wolfgang Vander erfolgreich Trainer in der Düsseldorfer Leichtathletik. Jochen Grundmann übergab ihm jetzt einen Ehrenpreis des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein. Bei den Wilhelm-Unger-Spielen wird Vander seine Mädchengruppe betreuen. B.F.