Leonie Menzel rudert zur Silbermedaille bei den U 23-Weltmeisterschaften

Leonie Menzel rudert zur Silbermedaille bei den U 23-Weltmeisterschaften

Mit ihrer Partnerin Pia Greiten trotzt die Sportlerin vom Ruderclub Germania allen Windproblemen. Auch Bundestrainer Thomas Affeld ist überaus zufrieden.

Der Ruderclub Germania darf sich erneut über Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft freuen. Bei der U23-WM im polnischen Poznan gewann Leonie Menzel vom Ruderclub Germania aus Hamm zusammen mit Pia Greiten (Osnabrück/21) die Silbermedaille im Doppelzweier. Nach den sehr guten Vorlauf- und Halbfinalergebnissen bestätigten sie ihre Leistung und wurden Zweite hinter dem Boot aus Großbritannien.

Foto: RCG

Mit der Zeit 6:48,34 Minuten über die 2000 Meter blieben Leonie Menzel und Pia Greiten zusammen mit den Britinnen (6:47,03) unter der U23-WM-Bestzeit von 6:49,68 (Weißrussland, U 23-WM 2017). Knapp eine Sekunde hinter den Deutschen kam der italienische Doppelzweier über die Ziellinie. Die weiteren Finalplätze gingen an die Teams aus Griechenland, Australien und Neuseeland.

„Es sind alle Plätze drin“, hatte Leonie Menzel die Situation vor dem Finale eingeschätzt. Da die Bedingungen im Finale mit starkem Schiebewind anders zu den vorigen Rennen waren, konnten die Favoritenrollen nur vom Papier her vergeben werden. Vor allem gibt es über die Saison hinweg international keine Vergleichsmöglichkeiten oder Einschätzungen zu Schiebe-/Gegenwindbedingungen oder taktischen Fertigkeiten. Zudem haben sich die Teams vielfach erst in den letzten Wochen gebildet, so auch der Doppelzweier Menzel/Greiten.

Überglücklich legten die beiden Ruderinnen am Siegersteg an: „Wir haben das Rennen gut gemeistert und sind sehr zufrieden. Beschweren wollen wir uns bestimmt nicht“, sagte Menzel. Doppelzweierpartnerin Pia Greiten freute sich ebenso. Sie steigerte sich gegenüber Bronze 2017 im Doppelvierer und freute sich über Silber besonders. „Wir waren am Start gut dabei“, erklärte die Osnabrückerin. Leonie Menzel ergänzte: „Die Boote auf den Außenbahnen waren zurückgefallen. Wir sind einfach weiter gefahren. Dann kam der Endspurt, und es hat für Silber gereicht.“

Sehr erfreut über Silber war auch U 23-Bundestrainer Thomas Affeldt, der die Beiden nach den Deutschen U23-Meisterschaften übernahm und innerhalb kurzer Zeit zu einem sehr guten Team formte. Die bisherigen Erfolge beider Ruderinnen sprachen bereits für ein gutes Gefühl im Vorfeld.

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