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Langesames Internet in Düsseldorfer Stadtteilen Garath und Hellerhof

Kein schnelles Internet in Garath und Hellerhof : Das Internet soll schneller werden

In Teilen des Stadtbezirks 10 ist das Internet sehr langsam. Stadt und Anbieter suchen eine Lösung.

(dsch) Schnelles Internet ist besonders in der aktuellen Situation wichtig, wenn Arbeit und Unterricht zu Hause und digital stattfinden. Dennoch ist die Versorgung mit einem guten DSL-Anschluss nicht flächendeckend gegeben. Dies geht aus einer Antwort des Büros des Digitalisierungsbeauftragten der Stadt, basierend auf Daten der Telekom, auf eine Anfrage der Bezirksvertretung 10 hervor.

Die Karte, die das Unternehmen präsentierte, zeigt im Stadtbezirk 10 zwei große, rote Bereiche, in denen eine Surfgeschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde nicht erreicht wird. Betroffen ist zum einen die sozial schwache Siedlung Schwarzer Weg im Norden von Garath, zum anderen das Wohngebiet westlich der Rudolf-Breitscheid-Straße in Hellerhof. In der Garather Siedlung, so die Stadt, gibt es allerdings keine strukturelle Unterversorgung der dortigen Bevölkerung. Denn dort bestehe eine Verbindung über das das hybride Kabel-Glasfasernetz HFC von Vodafone, das über die Fernseher-Buchse angeschlossen wird.

Probleme gibt es, weil in Hellerhof nach Angaben der Netzanbieter keine Internetverbindung über das TV-Kabel bereitgestellt werden kann. Von dort haben im Vorfeld mehrfach Beschwerden die Lokalpolitiker erreicht. Bürger beklagen sich bereits lange über die langsame Internetverbindung in den äußeren Stadtteilen. Teilweise surfen die Menschen vor Ort nur mit 16 Mbit pro Sekunde, eine Geschwindigkeit, mit der vor allem datenintensive Arbeiten wie Downloads größerer Datenmengen nicht in angemessener Zeit möglich sind. Erschwerend kommt hinzu, dass es in Düsseldorfs südlichstem Stadtteil auch eine Unterversorgung mit öffentlich zugänglichem WLAN gibt. Rund 100 kostenfreie Hotspots betreibt die Stadt Düsseldorf, in Hellerhof befindet sich keiner davon.

Doch Besserung ist in Aussicht: Die Telekom will zeitnah auch in den bisher schlecht angebundenen Siedlungen das Produkt VDSL100 anbieten, dass eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbits pro Sekunde ermöglicht, teilweise soll die Leitung sogar mehr als das doppelte schaffen können.

Und auch das TV-Kabelnetz soll ausgebaut werden, hierzu führt die Stadtverwaltung aktuell Gespräche mit dem Netz der Firma TeleColumbus. Dieses wird von Vodafone genutzt, um die Bezieher mit Fernsehsignalen zu versorgen. Die Technik von TeleColumbus ist jedoch nach Angaben der Stadt veraltet. Würde es auf einen neueren Stand gebracht, könnte hier schnelles Internet über TV-Kabel in die Haushalte eingespeist werden. Eine Zusage des Unternehmens dafür gibt es aber noch nicht.