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Kunstwerke kommen für die Aidshilfe unter den Hammer

Kunstwerke kommen für die Aidshilfe unter den Hammer

Am Montag startet die beliebte Auktion von Heartwork ab 20 Uhr unter der Kuppel der Kunstsammlung im Ständehaus.

Ein Selbstporträt am Nordpol hat ebenso Seltenheitswert wie ein Siegeszeichen als Grauguss. Eine „Tour de France“ für tausend Euro, davon mag selbst Oberbürgermeister Thomas Geisel träumen. 49 Kunstwerke vom Foto bis zur Schreibmaschinen-Zeichnung, vom Lichtobjekt zum Ölbild werden am Montag ab 20 Uhr unter der Kuppel von K 21 im Ständehaus versteigert. Das Geld geht ohne Abzug an die Aidshilfe Düsseldorf.

Die Preise sind niedrig. Das kann sich ändern, denn der versierte Deutschland-Chef von Christie’s, Arno Verkade, wird provisionsfrei das Hämmerchen schlagen. Arno Becks beliebte Zeichnung wird mit 350 Euro angesetzt. Das lustige Porträt des Amadeus Certa im großformatigen Ölbild soll 500 Euro bringen.

Claus Föttinger schickt ein Lichtobjekt in die Auktion, während seine großen Lampen bei Julia Stoschek leuchten. Mit einem Farbfoto dabei ist Dieter Nuhr, das zeitgleich an die Fassade der Kunsthalle projiziert wird. Berühmte Namen sind auch Ulrich Erben, Günther Uecker und Mischa Kuball.

Heartwork-Auktionen gibt es seit 2002. Sie spielten in diesem Zeitraum knapp 2,7 Millionen Euro ein. Davon finanziert die Aidshilfe Düsseldorf die 3000 Betroffenen. Die Zahl sinkt nicht, weil die Menschen dank der neuen Therapien länger leben.

Geschäftsführer Peter von der Forst erklärt, alle zwei Wochen komme in Düsseldorf ein Betroffener hinzu. Dank der Prävention konnte der Anstieg von Neuinfektionen gebremst werden. Deutschland gilt, so Forst, als vorbildlich in der Aufklärungsarbeit. Die Neuinfektionen gelten als niedrig im weltweiten Vergleich.

Dennoch: Düsseldorf gehört neben Köln zu den durch HIV und Aids besonders betroffenen Großstädten. 80 Prozent der Infizierten sind Männer, 20 Prozent Frauen. Die Hilfe gilt nicht nur den Ortsansässigen. Der Förderkreis unterstützt auch Waisenkinder in Namibia, denn ganz Afrika ist von der Krankheit betroffen.

Wer von seiner Krankheit erfährt, ist in der Regel schockiert. Das gilt vor allem für Frauen, denen sich der Förderkreis der Aidshilfe besonders widmet, denn hier geht es immer auch um die Diskriminierung ganzer Familien. Prävention, Aufklärung und Hilfe in der Not werden vom Erlös der Auktion bezahlt.

Info: Einlass ab 17 Uhr, 30 Euro

heartbreaker-duesseldorf.de