Kunstsammlung NRW nach Umbau wiedereröffnet - Besucher haben freien Eintritt

Kunstsammlung NRW nach Umbau wiedereröffnet - Besucher haben freien Eintritt

Das K20 ist nach zweijährigem Umbau wieder eröffnet. Besucher haben ab Samstag zwei Wochen lang freien Eintritt.

Düsseldorf. Mit einem großen Fest ist die internationalangesehene Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen nach zweijährigem Umbauam Samstag wiedereröffnet worden. In dem um zwei Säle erweitertenHaus im Herzen Düsseldorfs können Besucher jetzt wieder Spitzenwerkeder europäischen und amerikanischen Malerei von Klee, Kandinsky,Picasso bis zu Warhol, Rauschenberg, Richter und Beuys bewundern.

Die Kunstsammlung sei nun nicht mehr eine „heimlicheNationalgalerie“, in der aus Platzmangel häufig viele Spitzengemäldeim Depot bleiben mussten, sagte der scheidende NRW-MinisterpräsidentJürgen Rüttgers (CDU) bei dem Festakt. „Endlich kann sie ihre Schätzeallen Menschen offenbaren.“ Die nächsten zwei Wochen haben Besucherder Kunstsammlung freien Eintritt.Durch einen Anbau ist die Ausstellungsfläche der Kunstsammlung(K20) auf mehr als 5000 Quadratmeter fast verdoppelt worden.

DerUmbau des 1986 eröffneten Hauses kostete fast 40 Millionen Euro, vondenen das Land NRW den Großteil getragen hat. Vier Millionen Eurokamen aus privater Hand.Das 1961 gegründete Museum, das im kommenden Jahr 50 wird, werdeweiterhin auf Qualität und nicht auf Quantität setzen, sagte die seitSeptember amtierende Museumschefin Marion Ackermann. Sie hat einneues Ausstellungskonzept entwickelt, das die Meisterwerke des 20.Jahrhunderts in einen behutsamen Kontrast zu Installationen undWerken von Gegenwartskünstlern setzt.

Zur Wiedereröffnung gestaltete der Künstler Michael Sailstorfer einen Saal mit einer Deckeninstallation aus 300 LKW-Reifenschläuchen. Der Belgier Kris Martin ließ einen begehbaren Heißluftballon aufblasen. Internationale Kunst-Stars wie Olafur Eliasson oder Sarah Morris schufen Installationen für die Außenbereiche.Als erste große Sonderausstellung zeigt die Kunstsammlung vom 11. September bis zum 16. Januar 2011 die Retrospektive „Parallelprozesse“ zum Werk von Joseph Beuys.