Düsseldorf: Kunst-Ideen für Schadowstraße

Düsseldorf: Kunst-Ideen für Schadowstraße

Zum Auftakt des Workshops für den Umbau ab 2018 stellten vier Künstler ihre Ideen von einem Bürgerparkett und einer Lichtallee vor.

Düsseldorf. Die Kunst stand am Dienstag beim Workshop zur Schadowstraße im Mittelpunkt. Obwohl es sich formell um eine Veranstaltung zur Stadtplanung handelte, dominierten die künstlerischen Elemente bei der Frage, wie die Straße in Zukunft aussehen sollte.

Foto: Melanie Zanin

Dass ließ sich auch daran festmachen, dass nicht Planungsdezernent Gregor Bonin, sondern der Beigeordnete für Kultur, Hans-Georg Lohe, die Verwaltungsspitze repräsentierte. Als erster Impuls wurde den Bürgern ein Vorschlag von vier Künstlern präsentiert. Manuel Franke, Armin Hartenstein, Andrea Knobloch und Thomas Stricker entwarfen ein Bild von der Schadowstraße als „Einkaufsstraße für alle“.

So nannte sich eines ihrer drei Kernelemente „Bürgerparkett“: Der Boden der Fußgängerzone soll durchgängig mit verschiedenen geometrischen Mustern gestaltet werden, die sich explizit vom Rest der Innenstadt absetzen sollen. Das Muster soll auch auf Straßen wie dem Wehrhahn, an dem bereits Stück für Stück der Bürgersteig verbreitert wird, verlegt werden.

Zudem wollen sie den Effekt der Leuchtreklamen verstärken. Mit künstlerischen Elementen soll so eine „Lichtallee“ entstehen. Im Bereich Liesegangstraße wünschen sie sich einen Platz mit Garten-Charakter. Hierfür bringen die Künstler neben Bäumen, Kübelpflanzen und Sitzgelegenheiten auch das Aufstellen des Goldfinger-Brunnens ins Spiel.

Bei den Anliegern fanden die Ideen durchaus Anklang, wenn auch einige kritisierten, es sei zuviel Kunst und zu wenig Straße dabei. Andere fanden wiederum gerade das mutig.

Noch handelt es sich nur um Impulse einzelner Künstler, die Düsseldorfer sollen sich mit ihren eigenen Ideen einbringen. Fest steht bislang nur, dass die Schadowstraße, zumindest während der Geschäftszeiten, zur Fußgängerzone wird. Und, dass bis zur Umgestaltung noch einige Jahren vergehen werden.

Erst nach der Fertigstellung des Ingenhoven-Tals (geplant für März 2018) ist eine erneute Baustelle auf der Einkaufsstraße geplant. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist angesichts von offenen Grundstücks- und Denkmalschutzfragen unsicher.

Die Händler sehen mögliche Verzögerungen nüchtern: „Da müssen wir einfach durch“, sagt Johanna Groeneweg-de Kroon, Geschäftsführerin der Kaufhof-Filiale und Sprecherin der Händlergemeinschaft. Für sie ist wichtig, dass die Fußgängerzone 24 Stunden bestehen bleibt. Dies biete Möglichkeiten, für mehr Flair zu sorgen und Gastronomie anzulocken.

Auch für die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist der Zeitplan zweitrangig. „Wichtig ist, dass die Stadt mit den Händlern ein Konzept erarbeitet, wie die Straße auch während der Baustellenphase attraktiv bleibt“, sagt Ulrich Biedendorf von der IHK.

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