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Kulturinstitute: Galerie im Dornröschenschlaf

Kulturinstitute: Galerie im Dornröschenschlaf

Kleine Häuser müssen gute Ideen haben. Ein Vergleich von Akademie Galerie und Theatermuseum.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Hand aufs Herz, liebe Leser: Kennen Sie den Standort der Akademie-Galerie? Wissen Sie, was es mit dem Theatermuseum auf sich hat? Wir besuchten beide Häuser und untersuchten die Art ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Das Ergebnis erstaunt: Die Galerie des berühmten Rektors Markus Lüpertz und seiner Akademie schläft vor sich hin, trotz herausragender Kunst im Innern. Das Theatermuseum dagegen mausert sich zu einem beliebten Kulturzentrum, obwohl es nicht im entferntesten an den Rang der Fachinstitute in Köln oder München heranreicht.

Die Münchener Akademie-Galerie hat einen perfekten Internet-Auftritt mit vielen Infos zum wechselnden Programm. Die Düsseldorfer Akademie-Galerie bleibt bei ihren Links im Gründungsjahr 2005 stehen. Über die Stadtverwaltung wird man zwar gleichfalls auf den Burgplatz 1 verwiesen, doch in beiden Fällen sind die Öffnungszeiten überholt.

Lüpertz und Galerieleiter Siegfried Gohr dachten vermutlich, die 650 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit der linken Hand bespielen zu können. Der Titel der aktuellen Schau lässt dies vermuten, denn da heißt es lakonisch: "Von Meisterhand". In einem öffentlich subventionierten Institut sollte dies selbstverständlich sein.

In den Räumen sitzen drei Studentinnen. Zum Aufpassen haben sie kaum Gelegenheit, denn in den ersten fünf Stunden eines Sonntags tauchten vier Gäste auf.

Seit der Euroga 2000 besitzt sein Haus eine Cafeteria im Hofgarten, die von der Kassiererin mitbetreut wird. Bei schönem Wetter sieht man hier Mütter vom Spielplatz oder Senioren nach dem Spaziergang. Wer Kaffee trinkt, muss zur Info-Theke und damit ins Museum. Ein großes Geschäft macht Meiszies mit den Getränken nicht, aber er hofft, dass einige ’mal einen Blick auf die Kulissen und Masken werfen.

Akademie-Galerie Eröffnet wurde sie im Juni 2005 im denkmalgeschützten Bau am Burgplatz 1. Dokumentiert wird das Schaffen alter und aktueller Professoren der Kunstakademie. Infos unter Telefon 13 96 450.

Theatermuseum Das Haus an der Jägerhofstraße ist geöffnet dienstags-sonntags, 13-20.30 Uhr. Tel.: 899-4680