Düsseldorf Wo junge Kreative sich austoben können

Kostenloses Angebot mit vielen Workshops. Unterstützung von Profi-Künstlern.

Düsseldorf: Wo junge Kreative sich austoben können
Foto: Artig-Zentrale

Düsseldorf. Eigentlich schlägt das Herz von Melody für die Musik. Doch beim Artig-Culturlabor wagt sich die 23-Jährige auf für sie unbekanntes Terrain. „Ich mache hier überwiegend was im Theater- und Schauspielbereich. Es macht großen Spaß, sich in anderen Bereichen auszuprobieren.“ Dazu bekommen sie und die anderen 69 Teilnehmer vier Tage lang Gelegenheit.

Aus insgesamt 35 Workshops, die neun Bereiche von Design über Film bis Theater können die jungen Kreativen auswählen, für die meisten sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das kostenlose Angebot unterstützt die jungen Kreativen zwischen 17 und 24 Jahren auf ihrem Weg von der Idee zur Realisierung. „Viele nutzen unser Angebot auch, um sich zu orientieren“, sagt Projektkoordinatorin Jennifer Köhler.

Unterstützung gibt es von 19 professionellen Künstlern, darunter Nils Kemmerling, Friederike Schardt und Helge Goldschläger. Lars (18) nimmt zum ersten Mal ein solches Workshop-Angebot wahr. „Bisher habe ich mich auf Malerei konzentriert. Doch hier habe ich auch die Fotografie für mich entdeckt und Workshops besucht.“ Viele neue Eindrücke und Impulse habe er dort bekommen, „dass man sich hier so kreativ austoben kann, gefällt mir sehr“.

Teilnehmerin Loredana hat bereits einen eigenen Fotoblog. „Langsam merke ich, wie ich an meine Grenzen stoße. Da ich später im Fotojournalismus arbeiten will, ist das hier der perfekte Rahmen für mich.“ Malin (17) hat sich bei dem Projekt beworben, „um endlich aus meiner Komfortzone rauszukommen und meine Kreativität wieder aufleben zu lassen“.

Nach dem Culturlabor treffen sich die Teilnehmer einmal im Monat wieder, um gemeinsam begonnene Projektideen weiterzuentwickeln und individuelle Coachings zu nutzen. „Wir motivieren, am Ball zu bleiben“, sagt Projektkoordinator Dennis Palmen. Ende Februar 2016 werden die Ergebnisse des kreativen Prozesses dann im NRW-Forum ausgestellt, weitere Orte sind ebenfalls geplant.

Melody freut sich, nach den vier Workshop-Tagen in Kontakt zu bleiben mit anderen Teilnehmern. „Die Chemie zwischen uns hat sofort gepasst. Keiner hat Berührungsängste.“

Die Erzieherin will irgendwann von der Musik leben. „Dafür habe ich durch das Culturlabor neues Selbstvertrauen bekommen.“

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