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Wiener Klang mit den Symphonikern in der Tonhalle

Tonhalle : Wiener Klang mit den Symphonikern

Der dänische Geiger Nikolaj Szeps-Znaider spielt mit den Wiener Symphonikern unter anderem Brahms in der Tonhalle. Wir führten ein Interview mit ihm.

Die Wiener Symphoniker gastieren unter Philippe Jordan am Donnerstag um 20 Uhr in der Tonhalle. Auf dem Programm , neben Dvorák, auch Brahms‘ Violinkonzert, gespielt vom dänischen Geiger Nikolaj Szeps-Znaider.

Sie sind Artist in Residenz bei den Wiener Symphonikern. Sowohl als Geiger als auch als Dirigent.

Nikolaj Szeps-Znaider: Was daran so besonders ist, dass die Zusammenarbeit über eine ganze Spielzeit geht. Das macht es intensiver. Es ist schön, dass wir uns so oft sehen in so kurzen Abständen.

Gibt es in Ihren Augen so etwas wie einen speziellen Wiener Klang?

Szeps-Znaider: Ja natürlich, es klingt wie der Musikverein. (lacht). Nein, ich sage das aber nur halb im Scherz. Absolut, es gibt einen Wiener Klang. Es gibt besondere Instrumente, die auch zu Wien gehören, bei den Bläsern zum Beispiel.

Sie werden Brahms‘ Violinkonzert in Düsseldorf spielen. Was macht dieses Werk immer wieder aufs Neue für Sie spannend, interessant?

Szeps-Znaider: Für mich ist jeder Abend anders. Es geht um Gestaltung und die Entscheidungen, die man trifft. Wie phrasiere ich, wie lange wartet man, wie schnell spielt man, wie macht man die Übergänge. Das ist genau das, was es spannend macht.

Welche persönliche Beziehung haben Sie zu diesem Werk?

Szeps-Znaider: Ich bin mit diesem Stück aufgewachsen, es ist ein Teil von meiner Identität.

Hat sich Ihr Zugang mit der Zeit geändert?

Szeps-Znaider: Das Gehirn entwickelt sich immer. Der Kontext ändert sich. Das Werk nicht. Das ist so, wie wenn sie eine Stadt ansehen und dann gehen sie auf einen Berg. Die Stadt ist gleich, aber sie sieht für sie anders aus.