Oper: Weihnachten mit Freunden in der Oper

Oper : Weihnachten mit Freunden in der Oper

Bei dem weihnachtlichen Galakonzert der Deutschen Oper am Rhein gab es die neuen Opernstudio-Mitglieder zu hören.

„Weihnachten mit Freunden“ heißt es in der Adventszeit auch bei der Deutschen Oper am Rhein. Und natürlich muss ein solch festlicher Abend am Opernhaus Düsseldorf musikalisch begangen werden. So lud die Oper ihren Freundeskreis aber auch alle interessierten Opernfreunde zu einer kleinen aber durchaus charmanten Gala. Der Boden des Orchestergrabens ist hochgefahren, die Duisburger Philharmoniker sitzen großzügig in den Bühnenraum verteilt, hinter ihnen eine – modisch gefärbte – in Pastell beleuchtete Wand. Weihnachtliche Stimmung strahlen Tannenbäume aus, vor dem Dirigentenpult liegen kleine Geschenke. Es herrscht eine angenehm lockere Stimmung, die sich zweifelsohne auch in den bisweilen sehr launigen Moderationen von Intendant Christoph Meyer und Operndirektor Stephen Harrison niederschlägt. Man plaudert,  scherzt – man ist ja unter Freunden. Der Abend bot aber neben den auch mal mit feinem Puderzucker spielenden Philharmonikern unter der Leitung von Lukas Beikircher vor allem vokale Einsichten in die aktuelle Generation des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein. Zu den noch ganz frischen Studio-Sängerinnen und Sängern gesellte sich aber auch stimmliche Erfahrung in Person von Sylvia Hamvasi und der seit 2012/13 zum Ensemble der Rheinoper gehörende Ovidiu Purcel, der aktuell stimmlich bei der Duisburger Fledermaus positiv in Erinnerung blieb.

Man präsentierte ein recht buntes Programm, das von Händels Messias über Strauss-Lieder, Pfitzner und Korngold bis hin zu Puccini oder Humperdincks Hänsel und Gretel reichte.

Wie Harrison und Meyer selbst mehrfach betonten, war den jungen Sängerinnen und Sängern aber eine gewisse Aufregung anzumerken. Das ist einerseits verständlich, andererseits darf man nicht vergessen, dass hier keine Schüler mehr auf der Bühne stehen. Dennoch machten Andrei Nicoara, Maria Carla Pino Cury, Jorge Espino, Andrés Sulbarán, Karina Repova, Daria Muromskaia, Maria Boiko (seit 2016 beim Opernstudio) und Sargis Bazhbeuk-Melikyan eine sympathische Figur. Doch hätte man ihnen bisweilen gerne zugerufen: Traut euch, das Düsseldorfer Publikum beißt nicht! Die Neugierde auf die „Neuen“ ist geweckt.