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Junges Schauspiel: „Was die Sonne nachts macht“ – Theater für Kita-Kinder

Junges Schauspiel : „Was die Sonne nachts macht“ – Theater für Kita-Kinder

Junges Schauspiel kooperiert mit der Diakonie und hat ein besonderes Stück für Kinder ab zwei Jahren entwickelt.

Theatererlebnisse können auch für ganz kleine Kinder prägend sein. Kulturelle oder ästhetische Bildung für Kinder auch im Vorschulalter gehört zu den essenziellen Grundbausteinen für eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit. Auch das Junge Schauspielhaus möchte dieser wichtigen und anspruchsvollen Aufgabe – immerhin gelten Kinder als das ehrlichste Publikum in ihren unverstellten und unvoreingenommenen Reaktionen – gerecht werden.

Unter der Regie von Paul Jumin Hoffmann und Anke Retzlaff (Bühne: Marie Gimpel, Kostüm: Ria Papadopoulou, Dramaturgie: Kirstin Hess) ist das Stück „Was die Sonne nachts macht“ entstanden. Die Entwicklung der Inszenierung wurde von Düsseldorfer Kindergärten begleitet – eine Kooperation zwischen Jungem Schauspiel und der Diakonie Düsseldorf. Selin Dörtkardes, Noëmi Krausz und der Musiker Peter Florian Berndt entführen in dem Stück für Kinder ab 2 Jahren, das am 29. Februar (Premiere im Studio um 16 Uhr an der Münsterstraße 446) uraufgeführt wird, in die Welt der Wahrnehmung.

Ein Theatererlebnis, das mit bekannten und neuen Seh- und Hörerfahrungen spielt und mit den Emotionen, die sie auslösen können, heißt es. Das Publikum wird auf eine fantastische Reise mitgenommen, bei der es um Licht und Dunkel, Geräusche und Melodien gehen wird, die helfen, auf sinnliche Weise Fragen um Tag und Nacht zu beantworten. Ist die Nacht wirklich so dunkel, wie es scheint? Ist es nachts leiser als am Tag? Vermisst der Mond die Sonne? Wie klingt Licht? Welche Melodien hat die Nacht?

Für mehr als 1000 Kinder der Kitas der Diakonie Düsseldorf spielt das Junge Schauspiel in der Woche vom 2. bis 6. März die neue Produktion. Die Theaterpädagogik des Jungen Schauspiels begleitet die Vorstellungen und kommt mit den Erzieherinnen und Erziehern über das so zentrale Themenfeld der ästhetischen Bildung ins Gespräch.

„Durch die Diakonie kommen Hunderte Kinder im Kindergartenalter in den Erstkontakt mit großer Kunst für kleine Leute“, erklärt der Leiter des Jungen Schauspiels, Stefan Fischer-Fels. „Stücke für die Allerkleinsten basieren auf einer eigens für sie entwickelten Theatersprache“, betont er und ergänzt: „Hier geht es nicht so sehr um die erzählte Geschichte, sondern um alles, was das Theater ausmacht: Licht, Kostüme, Bühnenelemente, Musik, Poesie, zarte Bilder – und echte Menschendarsteller.“

Thorsten Nolting, Vorstandsvorsitzender der Diakonie, weiß auch um die Bedeutung frühkindlichen Kontaktes mit der kulturellen Welt des Theaters und erklärt: „Wir möchten eine frühe Begegnung mit der zauberhaften und erkenntnisreichen Welt des Theaters ermöglichen.“ Hier würde Pädagogik und Kunst „in bester Weise zusammenspielen“. Am Sonntag, 15. März ab 14 Uhr feiert das Schauspiel gemeinsam mit den Kitas der Diakonie und den Familien den Abschluss der Diakonie-Woche am Jungen Schauspiel in der Münsterstraße.

Viele der öffentlichen Aufführungen sind bereits ausverkauft – es gibt eventuell Restkarten. Laut Webseite des Schauspielhauses sind für die Vorstellungen am 1., 2. und 15. April noch Karten erhältlich. Weitere Infos unter:

dhaus.de