Veronica Ferres dreht Kurzfilm in Düsseldorf

Kultur Kompakt : Veronica Ferres dreht Kurzfilm in Düsseldorf

Die Ferres war sie für den Dreh des Kurzfilms „Malou“ im Central, dem Interims-Schauspielhaus am Hauptbahnhof. Es sei für sie „besonders emotional“ gewesen.

„Bitte nicht ranzoomen“, dirigiert Veronica Ferres die Fotografen, „es sind nur Gruppenfotos gewünscht“. Die Ferres ist in Düsseldorf und es sei für sie „ein besonders emotionaler Moment“. Schließlich habe sie schon als junge Schauspielerin am Schauspielhaus gespielt. „Der Geruch der Bretter, die Bühne, das kommt alles wieder.“ Jetzt war sie für den Dreh des Kurzfilms „Malou“ im Central, dem Interims-Schauspielhaus am Hauptbahnhof.

In „Malou“ geht es um „Träume“ und „Menschen, die einem die Chance geben sie zu erfüllen“, erklärt Regisseur und Drehbuchautor Adi Wojaczek. Konkret geht es um die gahandycapte Tänzerin Malou, gespielt von Romina Küper, die jahrelang vergeblich versucht sich für ein Tanzstudium zu bewerben. Erst als ihr die Schulverwaltungsmitarbeiterin Regina, gespielt von Veronica Ferres, selbstlos und widerrechtlich eine Chance zu einem Vortanzen verschafft, kann sie ihr Talent unter Beweis stellen.

Den Stoff hat Wojaczek bereits 2015 als 99-sekündigen Kurzfilm verfilmt. Bei der Berlinale gewann er dafür den 99Fire-Films-Award in der Kategorie „Bester Film“. Jetzt folgt die 15-minütige Fassung. Neben Veronica Ferres und Romina Küper spielt auch Charles Rettinghaus mit, der neben der Schauspielerei vor allem für seine Synchronarbeiten bekannt ist. Der Film ist komplett selber finanziert, betont Produzent Patrick Mölleken.

Jetzt soll der Film um die Welt gehen. Anfang Juni wird die erste Schnittfassung fertig sein. Damit bewerben sich Wojaczek und Mölleken weltweit auf Kurzfilmfestivals. Die große Veröffentlichung folgt dann im kommenden Jahr. jh

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