Tonhalle: Eine Konzert-Saison mit jungen Stars

Tonhalle: Eine Konzert-Saison mit jungen Stars

In der Tonhalle liegt der Schwerpunkt in der nächsten Saison auf der Wiener Klassik.

Düsseldorf. Alle Klavierkonzerte Wolfgang Amadeus Mozarts, die 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, viele Werke Joseph Haydns — die kommende Konzertsaison 2015/2016 in der Tonhalle wird ausgesprochen klassisch.

Nachwuchs-Geigentalent Roman Kim (links) ist Solist beim Antrittskonzert des neuen Dauer-Gastdirigenten Alexandre Bloch. Foto: Susanne Diesner

Insbesondere die Wiener Tradition wird gepflegt, kombiniert doch der neue Prinzipal-Dirigent Adam Fischer, wie schon berichtet, Haydn mit sämtlichen Werken Gustav Mahlers.

Indes fängt Fischer klein an, was seine Präsenz in Düsseldorf anbelangt: Nach seinem Antrittskonzert im November mit Haydns Symphonie Nr. 88 G-Dur von Haydn und Mahlers „Siebter“ kommt in der Saison erst einmal keine weitere Konzert-Trias mit ihm. Im März 2016 legt Fischer immerhin noch ein Sonderkonzert nach.

Häufiger in Düsseldorf sein wird Fischers Junior-Partner Alexandre Bloch, tituliert als Prinzipaler Gast-Dirigent. Er setzt bei seinem Antrittsbesuch im Dezember die Vierte Symphonie „Italienische“ von Felix Mendelssohn Bartholdy aufs Programm. „Mendelssohn ist der Namenspatron des Konzertsaals“, sagt Bloch als Begründung für die Werkauswahl. Und übrigens habe er herausgefunden, dass er über ein paar Ecken herum mit Mendelssohn verwandt sei.

Neben Mendelssohn führt er das 1. Violinkonzert Nicolo Paganinis auf. Solist ist der junge Wunder-Geiger Roman Kim, der am Dienstag eine kleine Kostprobe seines überragenden Virtuosentums kredenzte. Er trägt beim Spielen eine selbst umgebaute Spezialbrille mit großem Blendschutz, der ihm die Umgebung abschattet und ihn nichts ablenkt.

Am 1. Januar dirigiert Bloch, der international als vielversprechender Nachwuchsdirigent gehandelt wird und im Amsterdamer Concertgebouw ein und ausgeht, das Neujahrskonzert in der Tonhalle. Ein drittes Mal steht er beim „Sternzeichen7“ im Februar 2016 am Pult der Düsseldorfer Symphoniker und dirigiert ein Programm bestehend aus Richard Wagners Tristan-Vorspiel und Werken französischer Spätromantiker.

Als Gestalter des Beethoven-Zyklus’ wurde derweil der junge russische Starpianist Igor Levit gewonnen, der unlängst für seine Aufnahme der drei letzten Beethoven-Sonaten mehrere Schallplattenpreise bekam. Los geht es am 3. November, 20 Uhr. Das ist gleichzeitig der Start einer Kooperation mit den Heinersdorff-Konzerten, die Levits 1. Beethoven-Abend in die Reihe „Piano Solo“ aufnimmt.

Neu in der Abo-Gestaltung sind die Mini-Abos: Neben dem Abo aller zwölf „Sternzeichen“ gibt es von nun an auch die Möglichkeit, fünf bzw. sieben Konzerte zu abonnieren. Die Auswahl ist dann vorgegeben.

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