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Swing: Drei Entertainer alter Schule

Swing: Drei Entertainer alter Schule

Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser beweisen in der ausverkauften Tonhalle ihr Können.

Düsseldorf. Was die "Drei Tenöre" für die Besucher von Opernarenen sind, das sind Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser für deutsche Liebhaber des Swing. So bezeichnet sich das Trio der Mittsiebziger auch selbstbewusst als die drei "Swing-Legenden". Zusammen mit der SWR-Bigband und den New York Voices begeistern sie das Publikum in der ausverkauften Tonhalle.

Die drei Musiker gehören zu einer Generation deutscher Interpreten, die noch die große Zeit des Jazz erlebten und gestalteten; sie spielten mit Jahrhundertstars wie Louis Armstrong. Im Alter der Musiker sind auch viele der Besucher. Jüngere Gesichter sieht man an diesem Abend in der Tonhalle selten. Nicht nur Parkett und Ränge, selbst die Chorbestuhlung ist voll besetzt.

Greger tritt mit erstaunt aufgerissenen Augen und Überraschtheit signalisierenden, ausgebreiteten Armen über die Zahl der Besucher aufs Podium und spricht das Publikum mit "Meine Freunde" an. Er übernimmt von den Dreien die Gastgeberrolle und erweist sich nicht nur als nach wie vor fabelhafter Saxophonist, sondern auch als professioneller Entertainer alter Schule.

Paul Kuhn singt mit überraschend jugendlichem Charmeur-Timbre, und wenn er am Flügel sitzt, verwandelt sich der ältere Herr in ein Energiebündel. Flott und elegant spielt Hugo Strasser die Klarinette. Auf dem Programm stehen die großen Klassiker wie Glenn Millers "Moonlight-Serenade" und Gospels wie "Amizing Grace" und "Glory Hallelujah". Die Bigband sorgt für jede Menge Power, und das Vokalquartett New York Voices verzauberte mit perfektem A-Cappella-Gesang. Jubel und stehende Ovationen für drei lebhafte Musiker-Legenden.