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Stadtmuseum beschäftigt sich in Ausstellung mit Kolonialzeit

Programm im Stadtmuseum : Stadtmuseum erinnert an Kolonialzeit

(bpa) Das Stadtmuseum zeigt ab Sonntag bis 2. Januar die Ausstellung „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne? Der lange Schatten der deutschen Kolonialzeit“. Das „Eine Welt Netz NRW“ präsentiert diese Schau.

Konzipiert wurde die kleine Wanderausstellung von Serge Palasie, Afrikanist und Fachpromotor Flucht, Migration und Entwicklung. Er bietet einen kurzen, historischen Überblick und will hinterfragen, inwiefern die Kolonialzeit tatsächlich in der Vergangenheit liegt, teilte die Stadt mit. Dabei wirft Palasie einen Blick auf globale Beziehungsgeflechte, Klimaungerechtigkeit, Flucht und Migration. Ergänzt wird die Ausstellung von drei Werken des Künstlers Naseer Alshabani, der auch die Titelgrafik zur Ausstellung gestaltete. Ziel der Schau sei, einen Beitrag zum kritischen Blick in die Vergangenheit zu leisten, „damit man die Gegenwart besser verstehen und für die Zukunft lernen kann“.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag um 18 Uhr sind alle Interessierten bei freiem Eintritt eingeladen. Weiter Informationen auch zu den aktuell für Besucherinnen und Besucher geltenden Coronaregeln unter: www.duesseldorf.de/stadtmuseum.

Parallel hierzu läuft auch noch diese Ausstellung: Bis 30. anuar würdigt das Stadtmuseum das Leben des Galeristen Max Stern, der nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten in Deutschland nahezu in Vergessenheit geriet. 1937 wurde er gezwungen, seinen Kunsthandel auf der Königsallee zu schließen und zu emigrieren. Von Großbritannien kam er 1940 als Internierter nach Kanada. Dort gelang ihm der Neuanfang: Max Stern wurde zu einem der bedeutendsten Galeristen des Landes. Die zweisprachige Ausstellung in deutscher und englischer Sprache stützt sich auf seine handschriftlichen sowie auf Tonband diktierten Erinnerungsskizzen und vereint bislang unveröffentlichte Dokumente aus Sterns Nachlass mit Quellen aus hiesigen Archiven. Sie beschäftigt sich außerdem mit musealer Provenienzforschung, deren Arbeitsweise, Aufgaben sowie Erkenntnisse anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt werden. Bis 28. November ist auch noch „100 Jahre – Düsseldorferinnen, Freundinnen, Künstlerinnen“ zu sehen.