Sparpolitik: Sorge um Zukunft der Oper

Sparpolitik: Sorge um Zukunft der Oper

Duisburg kann sich Aus der Opernehe vorstellen.

Düsseldorf. Die Opernehe Düsseldorf/Duisburg steht auf der Kippe. In Duisburg wurde gestern von der Verwaltung angekündigt, man werde der Politik vorschlagen, die Oper aufzugeben. Die Ruhrgebietsstadt muss bis Ende Juni einen Haushaltssanierungsplan vorlegen und dabei soll auch bei der Oper der Rotstift angesetzt werden.

Bei den Düsseldorfer Kulturpolitikern sorgten die Nachrichten aus Duisburg für Aufregung, auch wenn die endgültige Entscheidung erst im Stadtrat der Nachbarstadt fällt. Oberbürgermeister Dirk Elbers erklärte gestern, er bedauere den Vorschlag „außerordentlich“. Dieser sei allerdings nicht überraschend gekommen. Elbers weiter: „Ich gehe aber in jedem Fall davon aus, dass der bis 2014 geltende Vertrag erfüllt wird.“

Cornelia Mohrs (SPD) sagte, das Ende der Opernehe wäre „tragisch, vor allem für Duisburg und die betroffenen Mitarbeiter“. Aber auch Düsseldorf stehe dann vor Mehrkosten. „Ich glaube zwar nicht, dass es so weit kommt, aber wenn, dann braucht die Rheinoper neue Partner.“ Ein Zusammengehen mit der Kölner Oper, wie von anderen im Rathaus ins Spiel gebracht, könne sie sich aber nur schwer vorstellen. Eher käme Dortmund infrage.

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