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Spannendes Projekt „Rheinräume“ für den Düsseldorfer Jazz

Spannendes Projekt „Rheinräume“ : Starthilfe für den Düsseldorfer Jazz

Die sieben Rotary-Clubs der Stadt haben 30 hiesige Musiker in dem großartigen Projekt „Rheinräume“ unterstützt.

Zu den großen Momenten des Jazz zählen zweifellos die Einspielungen des Quartetts um den Pianisten Herbie Hancock (mit den Kollegen Hubbard, Carter und Williams). Vor allem „Empyrean Isles“ wurde weltberühmt, natürlich durch „Cantaloupe Island“. Dabei ist „One Finger Snap“ das spannendere Stück, denn es mischen sich kurze Felder eines drängenden Aktionismus mit ausgehaltenen Tönen. Man könnte sagen: Der Hörer erlebt Energie und deren Verarbeitung, er bemerkt Impulse, die still fortwirken.

An dieses Stück mag mancher Jazzfreund nun denken, als er von einem Düsseldorfer Projekt erfuhr. Sieben hiesige Rotary-Clubs haben sich zusammengetan, um die lokale Jazzszene mit 38 000 Euro zu unterstützen; viele Musiker sind ja freiberuflich tätig und spürten die Corona-Pandemie in allen Fasern ihrer Existenz: Es gab keine Konzerte, keine Einnahmen, auch keine Momente gemeinsamer Inspiration auf der Bühne.

Irgendjemand bei den Rotariern muss nun mit dem Finger geschnipst haben, aus Anteilnahme, nach einem Ideenblitz und aus dem Wunsch heraus, etwas in Gang zu setzen, das sich fortsetzt und ergebnisorientiert verdichtet. Tatsächlich wurde bald für 30 Düsseldorfer Jazzprofis das Projekt „Rheinräume“ möglich, das aus einem Video-Konzert und einer Live-CD-Produktion in der Jazzschmiede bestand, und zwar in Kooperation mit dem Verein „Jazz in Düsseldorf“ und der Rotarian Jazz Fellowship. Reiner Witzel, Saxofonist und künstlerischer Leiter der „Schauinsland-Reisen Jazz Rally Düsseldorf“, legte in Kooperation mit seinen Jazz-Kollegen ein Konzept vor, das die Rotarier begeisterte.

Die Idee der „Rheinräume“ war, 30 professionelle Musiker der Düsseldorfer Jazzszene in unterschiedlichen Formationen auftreten zu lassen. Sozusagen ein kollektives Brainstorming in zum Teil neuen Besetzungen und Bekanntschaften. Dann wurde nur der Takt angegeben und es ging los, in bekanntes Terrain ebenso wie in unwegsames Gelände.

Regionale Veranstaltungstechnik war an Aufnahmen beteiligt

Das geschah im Mai; so kam auch die regionale Veranstaltungstechnik bei den Film- und Tonaufnahmen zum Zuge. Das Konzert wurde bereits über die Website der Jazzschmiede als Stream ausgestrahlt und bleibt dort zu sehen. Gleichwohl gibt es die Produktion vom 26. Juli an auch als CD.

Thomas Berger, Vorstand der Rotarian Jazz Fellowship und Präsident des Rotary-Clubs Düsseldorf-Schlossturm, hat für das Projekt bedenkenswerte Worte gefunden: „Wir wollten mit unserer Aktion einen spürbaren solidarischen Impuls setzen. Kunst und Kultur sind systemrelevant. Das ist leicht gesagt, doch gilt es, die unterliegenden Strukturen jetzt unbedingt am Leben zu erhalten, um irreparable Schäden zu vermeiden.“

Die CD „Rheinräume“ wird ab dem 26. Juli online für 25 Euro (inklusive Versand) erhältlich sein. Mit dem Verkaufserlös werden die beteiligten Musiker unterstützt.

jazzsick.com