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So wird das Museum im Düsseldorfer Schumann-Haus

Kultur : So wird das Museum im Schumann-Haus

Wir stellen uns einen Rundgang durch die Räume vor, die 2020 eröffnen sollen.

Wenn alles so läuft wie geplant, werden Musikfreunde von nah und fern ab Oktober 2020 einen neuen Fixpunkt zu ihrem Kulturprogramm in Düsseldorf hinzufügen können: einen Besuch des Museums im Schumann-Haus an der Bilker Straße 15. Das Haus, das von der Familie des Komponisten-Ehepaares Robert und Clara von 1852 und auch noch nach dem tragischen Tod Roberts bis 1855 bewohnt wurde, soll ein modernes Komponisten-Museum werden – nach allen Regeln der heutigen Kunst. Das unter der Leitung des Heinrich-Heine-Institutes geführte Haus – die Öffnungszeiten und Eintrittspreise werden identisch sein – wird mit reichlich multimedialem Zauber in die Welt rund um die Schumanns einführen und zum Erkunden einladen.

Genau dies wollen wir anhand der vorliegenden Pläne jetzt schon versuchen und machen einen kleinen imaginären Rundgang:

Der Hauptteil des Museum befindet sich im 1. Obergeschoss, das barrierefrei erreichbar ist. Im neuen Anbau im hinteren Teil erwartet den Besucher als Blickfang ein „mehrschichtiger Scherenschnitt“. Hier lässt sich auch anhand eines interaktiven Stadtplans, der als Tisch ausgeführt ist, Wissenswertes über die Stadt und die Gesellschaft zu Schumanns Zeit erfahren. Rechts gelangt man durch eine Tür in den zweiten Raum, der Schumann als Musikdirektor gewidmet ist. Klänge umschweben den Besucher, Informationen liefern unterschiedliche Stationen. Über den Flur, der explizit auch die Kinder der Schumanns thematisiert, gelangt man in die „Schatzkammer“ mit wechselnden Exponaten und einem großen Monitor. Schließlich wieder über den Flur in den fünften Raum, der sich ganz um Robert dreht. Hier stehen auch der interaktive „Schreibtisch Schumanns“ und natürlich sein kompositorisches Schaffen im Vordergrund.

Nebenan liegt das Zimmer für Clara Schumann. In diesem Raum wird ganz bewusst auch ihr kompositorisches und pianistisches Erbe beleuchtet. Auch hier kann man sich auf optisch wie klanglich ansprechende Präsentationen freuen. Es wird sogar eine Station namens „Robert und Clara am Tafelklavier“ geben.

Ein weiterer Raum wird sich Zeitgenossen von Robert und Clara widmen. Hier steht ein kreisförmig angeordneter Infobereich im Mittelpunkt. Abschluss des Rundgangs bildet ein Zimmer zu Schumanns Krankheit und Tod, aber auch das lebendige Erbe in der Stadt und der große Erfolg Claras nach Roberts Tod als Pianistin und Musikpädagogin.

Es gibt im gesamten Haus neben Exponaten aus Schumanns Zeit, Bildern und Texten, auch Touchscreens, interaktive Angebote wie Video- oder Hörstationen. Auch die Geschichte des Hauses soll in Form von virtuellen Realitäten simuliert werden. Dass sich die Kosten für die Ausstattung von 533 000 auf 728 000 Euro erhöht haben, liegt nicht zuletzt an dem vertieft multimedialen Ansatz.