Klassiknachwuchs: Schumann Junior: Schüler zeigen ihr großes Können

Klassiknachwuchs : Schumann Junior: Schüler zeigen ihr großes Können

Das dritte Konzert „Unsere jungen Talente“ von „Schumann Junior“ an der Robert-Schumann-Hochschule beeindruckte mit hervorragenden Leistungen der jungen Musiker.

„Institut Schumann Junior“, vor 10 Jahren als Abteilung für Begabtenförderung der Robert-Schumann-Hochschule gegründet, strebt unter der neuen Leitung von Lisa Eisner-Smirnova eine neue Struktur des Jungstudiums an. „Schumann Junior“ soll neuen Glanz bekommen. Dabei präsentierte sich das 3. Konzert „Unsere jungen Talente“ bereits in einem Glanz, der alle Erwartungen übertraf. 19 der 33 Jungstudierenden zeigten an diesem Nachmittag hervorragende Leistungen, die im künstlerischen wie im spieltechnischen Bereich professionelle Aura versprühten.

Milan Thüers fließendes Kontrabass-Spiel und die beiden charmanten zwölfjährigen Harfenistinnen Anna Schlösser und Hannah Julie Breiler ebneten gleich zu Beginn den Weg für das erste Highlight: das Geschwister-Duo mit dem zehnjährigen Cellisten Sebastian und der Harfenistin Julia Dietrich, deren gut artikuliertes und sauber intoniertes Zusammenspiel beeindruckte.

Dann kam Philippe A. Frings, der mit vier Jahren das Klarinettenspiel erlernte und zehn Jahre später wie ein Profi mit kultivierter Anblastechnik, musikalischer Gestaltung und absolut kammermusikfähig auftritt, letzteres im hervorragenden Trio mit Alexandra Althoff, Violoncello, und Kerstin Tang, Klavier.

Nicht alle jungen Künstler können hier aufgeführt werden, dennoch hinterließen alle Darbietungen nachhaltigen Eindruck. Man kann ihnen nur wünschen, mit Fleiß und Ausdauer die hohen Ziele einer erfolgreichen Musikerlaufbahn zu erreichen.

Den Abschluss des dreistündigen Konzertes bildete Philippe Gang mit der fulminanten Prokofjew-Sonate Nr.3, die der junge Pianist mit professioneller Verve großartig meisterte. Die 17 jährige Elena Klaas, Violine, stand ihm mit dem virtuosen Finalsatz des Tschaikowski-Violinkonzertes D-Dur in nichts nach. Das Finale des Abends bestritt mit sauberer Anblastechnik und strahlendem Trompetenklang Valentin Annerbo. Großer Applaus für alle.

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