Salon des Amateurs: So lief die Wiedereröffnung des Kultclubs in Düsseldorf

Kultur Kompakt : Düsseldorfer Kultclub „Salon des Amateurs“ in neuem Design

Im vergangenen Jahr blieb der renommierte und in der Kulturszene bekannte Club wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Jetzt gibt es ein neues Design. An die hellen Fliesen und weißen Wände müssen sich die Gäste aber wohl erstmal gewöhnen.

Grabbeplatz, vergangenes Wochenende: Hunderte von Menschen drängen sich Rücken an Rücken auf den Treppen vor der Kunsthalle, die Stimmung ist großartig. Grund für das Spektakel ist die Wiedereröffnung des legendären „Salon des Amateurs“. In dessen Räumlichkeiten ist es so voll, dass der Schweiß förmlich von den Decken tropft, aber das ist den Besuchern egal, sie haben fast ein Jahr lang sehnsüchtig auf das Comeback der beliebten Location gewartet.

Im vergangenen Jahr blieb der renommierte und in der Kulturszene bekannte Club wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Jetzt gibt es ein neues Design. An die hellen Fliesen und weißen Wände müssen sich die Gäste aber wohl erstmal gewöhnen, denn die letzten 15 Jahre war der Salon recht dunkel gestaltet, mit Graffiti auf den Toiletten und elektronischer Musik mit hohem Wiedererkennungswert. Durch die längliche Bar und das offen gestaltete DJ-Pult bleibt aber dennoch der einzigartige Flair erhalten.

Und auch dieses mal sieht man altbekannte Gesichter wie Aki Aki, DJ Rasputin und Tolouse Low Trax hinter den Plattentellern. Sie bringen das Publikum mit experimenteller Musik zum Schwitzen. Gekonnte Übergänge leiten von melodischem Downtempo zu treibenden und schnelleren Sounds. Es wird ausgiebig und wild getanzt, niemand geniert sich, alle haben Spaß.  In Zukunft soll der Fokus dann auch auf Kulturveranstaltungen, Lesungen und Filmabenden liegen.

Gemeinsam mit den Veranstaltern, Mitarbeitern und Stammgästen hat sich über die Jahre eine bunte Mischung von Menschen zusammengefunden, die interessante Projekte auf den Weg bringen und eine familiäre Atmosphäre erzeugen. Hoffen wir mal, dass dieser Ort nun auch noch weitere Jahrzehnte so unabhängig und kreativ bleibt, wie zuvor.