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Premiere: Die Auferstehung einer Diva

Premiere: Die Auferstehung einer Diva

Das Theater an der Kö eröffnet seine 14. Spielzeit mit einer Hommage an die große Sängerin und Schauspielerin Zarah Leander.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. "Ich weiß, es wirrrd ein Wunderrrr geschähn": Wer kennt es nicht, dieses Lied, und hat dabei gleich die unverwechselbare Stimme Zarah Leanders im Ohr? Fast so schön wie die Diva selbst kann Karin Pagmar das R rollen und ihre tiefe Stimme durch den Saal schicken. Wie Zarah Leander kommt sie auch aus Schweden und wird ihre berühmte Landsmännin nun im Theater an der Kö verkörpern: "Zarah Leander - Nach mir ist man süchtig" hat morgen Premiere.

Anlass dieser musikalischen Hommage zum Spielzeitauftakt des Theater an der Kö ist der 100. Geburtstag von Zarah Leander, den die Sängerin und Schauspielerin in diesem Jahr gefeiert hätte, wäre sie nicht 1981 gestorben. Nun kommt das Zwei-Personen-Stück von Peter Lind unter der Regie von Michael Wedekind in den Schadow Arkaden auf die Bühne.

Theaterleiter René Heinersdorff fasziniert der Konflikt eines Künstlers, der zwischen seinen ideellen Ansprüchen und seiner gesellschaftlichen Verantwortung abwägen muss. Denn Leander hat - protegiert von den Nazis - zwischen 1937 und 1942 zehn Ufa-Filme gedreht, die sie weltberühmt machten.

Für Pagmar ist ihre stimmliche Ähnlichkeit mit dem Star wohl Fluch und Segen gleichzeitig. "Vor 20 Jahren habe ich Zarah in mir entdeckt", erzählt die rothaarige Schwedin. Immer wieder wird sie für Zarah-Leander-Abende gebucht, egal ob konzertant, als Musical oder Theaterabend. Dieses Stück von Peter Lund hat sie allerdings noch nie gespielt.

Zarah Leander Sie wurde als Stina Zarah Hedberg in Karstad (Schweden) geboren. Mit ihrem Auftritt in "Lustige Witwen" in Stockholm gelang ihr 1931 der Durchbruch.

Karriere Zwischen 1937 und 1942 drehte sie zehn Filme mit der deutschen Ufa. Nach dem Krieg werfen ihr nicht nur die Schweden ihr Engagement in Nazi-Deutschland vor. Erst 1948 bekommt ihre Karriere wieder Schwung. In den 60er Jahren tourt sie durch die ganze Welt. Sie gastierte auch mehrmals im Düsseldorfer Robert-Schumann-Saal.

Zum Stück Peter Lund schrieb "Zarah Leander - nach mir ist man süchtig". Es spielt am 40. Geburtstag der Diva, eine Art Wendepunkt in ihrem Leben.

Premiere Donnerstag (2.8.), 20 Uhr, Vorstellungen bis 2. September, Karten unter Tel. 0211/322 333.