OB Geisel und Akademierektor Petzinka diskutieren über Blaugrünen Ring

Kultur Kompakt : OB Geisel und Akademierektor Petzinka diskutieren über Blaugrünen Ring

Der Kulturverein 701 hatte zum Gespräch eingeladen. Dabei wurde auch über das „Loch“ unter der Oberkasseler Brücke gesprochen.

Der Saal im Sky Office war proppenvoll, als der Kulturverein 701 zum Gespräch von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Akademierektor Karl-Heinz Petzinka bat. Es ging um den „Blaugrünen Ring“. Da die 16 Finalisten bis 11. November an ihren Konzepten feilen, ließen sich die Jury-Mitglieder kaum in die Karten gucken. Nur Fortuna- und Sonnenuntergangs-Fans dürfen aufatmen: Das Fortuna-Büdchen bleibt offenbar bestehen.

Rektor Petzinka wetterte gegen die derzeitige Verbindung zwischen Ehrenhof und Kunstakademie. Das „Loch“ unter der Oberkasseler Brücke könne man zwar erahnen, aber es habe keine Lebensqualität. OB Geisel brachte die Anbindung vor allem der Oper an den Hofgarten als „Riesenthema“ ins Spiel.

Interessant waren die Kommentare der Zuhörer. „Warum bleibt die Musikhochschule außen vor“, wollte der pensionierte Regierungspräsident Jürgen Büssow als Moderator wissen. In München würden die Studenten im Sommer auf dem Viktualienmarkt spielen. Hier bekomme man wenig von der Hochschule mit.

Investor Walter Brune mahnte an, angesichts der neuen Zentren am Kö-Bogen das südliche Ende der Kö und die obere Schadowstraße nicht zu vergessen. Ein schönes Café-Restaurant wäre ein guter Akzent. Großen Beifall bekam auch ein Kö-Anlieger, der sich um den Einzelhandel sorgte, sofern der Verkehr nicht „gesamtverträglich“ sei. Eine Frau kommentierte den „Blaugrünen Ring“ als „willkürlich und an den Haaren herbeigezogen“. Nur Verbindungen herzustellen, sei zu wenig. Der Wettbewerb soll sie eines Tages belehren.

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