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Neues Konzerte-Konzept: Ein Pop-Festival kommt in die Arena

Neues Konzerte-Konzept: Ein Pop-Festival kommt in die Arena

Ein eigens gegründetes Team der Düsseldorf Congress startet am Freitag, 2016 sollen die Pläne umgesetzt sein.

Düsseldorf. Für eine kurze Zeit hatte Hilmar Guckert, Sprecher der Geschäftsführung bei der Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH, daran gedacht, ein schon bestehendes Festival-Konzept aus einer anderen Stadt in Düsseldorf zu platzieren. Er verwarf die Idee jedoch bald wieder, denn erstens soll Düsseldorf mit dem Vorhaben eine eigene Duftnote setzen, und zweitens sollen davon möglichst viele profitieren. „Unsere Hallen sind eng mit der Innenstadt verknüpft“, sagt Guckert. „Wer zu uns kommt, soll idealerweise ein Wochenende in Düsseldorf verbringen.“ Und sein Geld möglichst in die City tragen. Groß-Veranstaltungen, die unter freiem Himmel und mitten in der Landschaft stattfinden, schweben Guckert nicht vor, und er greift sogleich Spekulationen vorweg: „Rock am Ring passt eher nicht nach Düsseldorf.“

Als Guckert Ende vergangenen Jahres in der WZ erstmals über die Festival-Pläne der Düsseldorf Congress sprach, war noch offen, wer sich der Sache annehmen würde. Jetzt aber steht das fünfköpfige Team, am Freitag nimmt es seine Arbeit auf. Die Leitung hat Frank Scherk, ein neuer Mitarbeiter, der viel Erfahrung hat mit dem Veranstalten von Konzerten.

Nach Auskunft von Guckert ist Scherk seit rund 20 Jahren in der Musikbranche tätig. Seine Karriere startete er bei der Hamburger Konzertagentur Karsten Jahnke, die Bruce Springsteen, Bryan Adams, The Cure, Joe Cocker und auch das Reeperbahn Festival betreut. Zuletzt war Scherk für die Tourneeveranstaltungen der Deutsche Entertainment AG (DEAG) zuständig, die Rock- und Pop- sowie Klassikkonzerte veranstaltet.

„Er hat gute Kontakte in die Konzert- und in die Showbranche“, sagt Guckert. Und die wird er auch brauchen, denn der Auftrag, ein großes Popfestival für die Arena zu entwickeln, ist nur ein Punkt auf dem Aufgabenzettel des neuen Konzertteams der Düsseldorf Congress. Deren Hallen nämlich — etwa Dome, Arena, die Halle an der Siegburger Straße und Castello — sollen künftig bedeutendere Namen und zeitgemäßere Formate füllen als bisher. Und auch das soll das Team erledigen.

Erste Ergebnisse will Guckert dem Publikum bereits 2016 präsentieren. Neben dem Popfestival soll das ein Comedyfestival sein, das im Congress Center oder in der Halle an der Siegburger Straße stattfinden könnte. Bis dahin will Guckert auch einen Partner aus der Wirtschaft gefunden haben, der die Veranstaltungen sponsert.