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Micro-Pop-Week: Ein Musikfestival will „Micro“ statt „Macro“

Festival : Ein Musikfestival will „Micro“ statt „Macro“

Die Micro-Pop-Week präsentiert ein vielseitiges Programm auch jenseits der Musik mit unabhängigen Künstlern.

In einer Welt, in der Musik zunehmend als „Macro“ (griechisch für groß) vermarktet wird, oft weltweit von übermächtigen Labels, die nicht selten die größtmögliche Breitenwirkung suchen, braucht es Menschen, die sich um das „Micro“ kümmern. „Micro“, das Gegenwort zu „Macro“, steht also für klein. Im Fall von der „Micro-Pop-Week“ in Düsseldorf geht es also um den Gegenpol zu der internationalisierten Musikwirtschaft. Das „Festival für Originalmusik“ – wobei durchaus gefragt werden darf, was nun „Originalmusik“ eigentlich heißen soll – möchte bevorzugt Künstler präsentieren, die ihre Musik selbst in Eigenregie oder bei kleinen Labels veröffentlichen. Doch das Festival, das dieses Jahr von Samstag, 6. April bis zum 13. April stattfinden wird, ist mehr als nur eine Reihe von musikalischen Auftritten aus der sogenannten „Off-Szene“. Örtliche Künstler und Organisatoren haben ein Programm zusammengetragen, das bewusst die Grenzen zwischen den Künsten spielerisch Grenze sein lässt.

So gibt es beispielsweise am Montag ab 21 Uhr Filme von Düsseldorfer Filmemachern im Metropol Filmkunstkino (Brunnenstraße 20) zu sehen und es gibt einen Workshop für den Bau einer Beatmaschine (Dr. Schmitts Synth DIY-Workshop, 16 Uhr). Aber der Schwerpunkt liegt natürlich in erster Linie auf der Musik.

Am Samstag gibt es tagsüber (13 bis 18 Uhr) im Rainking Record Store einen Reigen an Singer/Songwritern zu erleben. Ab 19 Uhr erwarten die Bands The Buggs und Tozzkat geneigte Hörer in der Tiefgarage in der Bagelstrasse 117 (Kunstschule Werksetzen). Parallel ab 20 Uhr spielen in der Kassette (Flügelstraße 58) die Briten A Mote Of Dust, in der Datscha (Völklinger Straße 170) Michael Feuerstack und Subterfuge.

Sonntag tritt im Heaven 7 (19 Uhr, Grafenberger Allee 145) Urs Weyerke auf; im Cafe Knülle treffen ab 20 Uhr Singer/Songwriter Karyn Ellis (CAN), Jack Devaney (UK) und Naima aufeinander (Oberbilker Allee 24).

Dienstag gibt es das „traditionelle“ Franticworld Hofkonzert (Birkenstraße 71). Ab 20 Uhr kann man dort zunächst das Musikprojekt „Interbellum“ des libanesischen Singer-Songwriters Karl Mattar (auch genannt Charlie Rayne) kennenlernen. Spaghetti Wings werden als „Hamburger Psychedelic-Homerecording-Pop-Duo“ angekündigt, man kann gespannt sein, was für ein Klang sich dahinter verbergen mag. Im Cube (ab 21 Uhr, Mertensgasse 8) wiederum gibt es ein „Schaufensterkonzert“ mit Mark J Lee. Zuvor, schon um 20 Uhr, tritt Songwriterin und Multiinstrumentalistin Laura Gibson im FFT (Kammerspiele, Jahnstraße 3) auf.

Mittwoch (19.30 Uhr) veranstaltet das Tonstudio Skyline Tonfabrik einen Klavierabend mit Nathan Shubert und Simeon Walker. Auch die Kunst der Tasten hat also bei der Mirco-Pop-Week ein Zuhause. Im Super 7000 (Rather Straße 25) steht ab 20 Uhr Synth und Klangkunst im Fokus. Ob experimentell mit Stefan Jürke und Damian T. Dziwis oder atmosphärisch wie mit Copper Beach.

Donnerstag ist Free-Jazz-Tag oder doch Hard Rock, vielleicht aber auch Folk-Punk? Hinter dieser Stilmischung stehen Andreas Brüning, Andreas Techler und Axel Brandt. Sie spielen ab 19 Uhr in der Galerie Peter Tedden (Mutter-Ey-Straße 5).

Am Freitag wird es chorisch in der Produzentengalerie Plan.d. (ab 19 Uhr, Dorotheenstraße 59) mit dem Improvisationschor Polyfolie. GoldMucke  wiederum präsentiert: Und wieder Oktober  ab 20 Uhr im Hotel Friends an der Worringer Straße 94-96.

Als Finale gibt es am Samstag (13. April) Us-Folk mit Nobody´s Girl als Hauskonzert (weitere Infos online) ab 20 Uhr, zeitgleich findet im Weltkunstzimmer (Ronsdorfer Straße 77a) das Abschlusskonzert mit Thot (BE), The Fire Harvest (NL) und Watt! (AUS) statt. In The Tube (Kurze Straße 9) endet das Festival ab 21 Uhr mit Captain Disko.

Weitere Informationen zu Festival und allen Konzerten unter:

micropopweek.org