LVR gibt 57 000 Euro für Ausstellung im Kunstpalast

Kunst: 57 000 Euro für die nächste Schau im Kunstpalast

Der Landschaftsverband fördert eine Ausstellung über „Das Junge Rheinland“. Die Werke der Künstlervereinigung sind ab dem 7. Februar im Kunstpalast zu sehen.

Im Moment dreht sich im Kunstpalast vieles um die bemerkenswerten Sportwagen vergangener Jahrzehnte in der Ausstellung „PS: Ich liebe Dich“. Anfang nächsten Jahres wird dann wieder Kunst im engeren Sinne im Ehrenhof zu sehen sein, am 7. Februar startet die Schau „Zu schön, um wahr zu sein – Das Junge Rheinland“ (läuft bis 2. Juni). Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt Ausstellung und Katalog mit rund 57 000 Euro, wie er nun mitteilte. Der LVR hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr rund eine halbe Million Euro für die Museumsförderung im Rheinland zur Verfügung gestellt.

Die Künstlervereinigung „Das Junge Rheinland“ entstand kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Düsseldorf. Sie umfasste zeitweise bis zu 300 Mitglieder und gehörte zu den einflussreichsten Gruppen in der Weimarer Republik. Maler, Graphiker, Bildhauer, Designer, Architekten, Dichter und Schauspieler fanden zusammen, um der Kulturszene nach dem Krieg ein wirksames Forum zu bieten und die Vernetzung mit Künstlern anderer Regionen in Deutschland und Europa zu befördern. 1933 wurde „Das Junge Rheinland“ von den Nationalsozialisten verboten. Die meisten der Künstler wurden verfemt, verfolgt und ermordet.

Die erste Ausstellung des „Jungen Rheinlandes“ fand 1919 in der Kunsthalle Düsseldorf statt. 100 Jahre später widmet der Kunstpalast der Gruppe eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt stehen Werke, die künstlerische und gesellschaftspolitische Aspekte thematisieren, wie Ruhm und Rückschläge, Liebe und Streit, Leben und Tod. Zwölf Künstlerinnen und Künstlern werden in der Schau als beispielhaft für den Charakter der Vereinigung präsentiert: Otto Dix, Max Ernst, Wilhelm Kreis, Carl Lauterbach, Heinrich Nauen, Lotte B. Prechner, Karl Schwesig, Adolf Uzarski, Erwin Wendt, Walter von Wecus, Gert H. Wollheim und Marta Worringer.

(Red.)
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