"Lehrer, Liebe, Lügen": Ein poppig-leichter Roman über Teenager

"Lehrer, Liebe, Lügen": Ein poppig-leichter Roman über Teenager

Renate Kaiser hat über Mathe und die Liebe geschrieben, die Handlung spielt in Düsseldorf.

Düsseldorf. Das Leben von Teenager Mieke ist kompliziert genug. Zickige Freundinnen, kindische Jungs und das Höllenfach Mathematik reichen eigentlich aus, um ihr das Erwachsenwerden gründlich zu vermiesen. Aber, dass sich ihre Mutter ausgerechnet in den neuen Mathelehrer verlieben muss, der auch noch der Schwarm aller ihrer Mitschülerinnen ist, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Mieke zieht alle Register, damit niemand von dieser Verbindung erfährt und muss nebenbei auch noch ihr eigenes Liebesleben zwischen Ferienbekanntschaft Jörn und dem süßen Skater Fabian regeln.

Der poppig-leichte Teenie-Roman "Lehrer, Liebe, Lügen" der Neusser Jugendbuchautorin Renate Kaiser spielt in Düsseldorf, was die Lektüre für Ortskundige zusätzlich unterhaltsam macht. Mieke und ihre Freundinnen treffen sich zum Schwimmen im Düsselstrand, ein Rendezvous mit dem Schwarm wird an der Freitreppe am Burgplatz verabredet und der Medienhafen ist ebenso Schauplatz der Geschichte wie die Uni-Klinik.

Kaiser, die seit Jahren als Administratorin für das Internet-Leseförderprogramm "Antolin" tätig ist und in diesem Zusammenhang bereits über 800 Kinder- und Jugendbücher gelesen hat, arbeitet sich gut in die Welt der Teenies ein, in ihre Gefühlswelt ebenso wie in ihre modernen Kommunikationswege per SMS und SchülerVZ.

"Da ich selber eine Tochter in diesem Alter habe, konnte ich ihr öfter über die Schulter schauen, wenn sie sich mit ihren Freundinnen im Internet getroffen hat. So kenne ich jetzt auch all die gängigen Formulierungen und Abkürzungen, so dass die Online-Unterhaltungen auch realistisch wirken", erzählt die Autorin.

Ihr war besonders wichtig, dass ihre Figuren zwar authentisch sind, aber trotzdem nicht zu ernst und problembeladen daher kommen.

Das Buch ist unterhaltsam, spannend und vermutlich genau die richtige Lektüre für den letzten Urlaub, den man als Jugendlicher noch mit den Eltern gemeinsam verbringt.

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