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Lantz'scher Park soll zum Skulpturenpark werden

Lantz’scher Park : Skulpturenpark für den Norden geplant

Das Projekt soll unter Anleitung von Kunsthallen-Direktor Gregor Jansen verwirklicht werden.

Zwischen Flughafen und Autobahn A 44 im Norden Düsseldorfs befindet sich die denkmalgeschützte Grünanlage Lantz‘scher Park. Im historischen Park, 1858 nach den Plänen von Joseph Clemens Weye im Stil des englischen Landschaftsgartens errichtet, soll im Sommer dieses Jahres im Rahmen eines Pilotprojekts die Tradition eines offenen, internationalen Skulpturenparks wieder aufgegriffen werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird derzeit den politischen Gremien vorgelegt. Der Kulturausschuss berät in seiner Sitzung am Donnerstag über das Thema, der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat am vergangenen Montag darüber gesprochen.

Der Galerist Alfred Schmela (1918-1980) hatte 1979 das Herrenhaus bezogen und die Grünfläche für temporäre und dauerhafte Skulpturenausstellungen genutzt. Deshalb befinden sich noch heute Werke von Kenneth Capps, Michael Gitlin, Erwin Heerich, Meuser und Peter Schwickerath im Park. Anknüpfend an diese Tradition sollen zukünftig Künstlerinnen und Künstler ihre Werke temporär im Park errichten beziehungsweise präsentieren und damit ein besonderes Erlebnis von Natur und Kultur ermöglichen.

Unter der Leitung der Kunstkommission der Landeshauptstadt Düsseldorf sollen kuratorische Konzepte entwickelt werden, die mit skulpturalen oder performativen Ansätzen neue Ideen zwischen Kunst im öffentlichen Raum, Land Art und Happening/Performance umsetzen. Die Skulpturen und Aktionen sollen das Erlebnis und die Attraktivität der historischen Parkanlage steigern.

Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf und Initiator des Projekts, soll im Sommer die Auftaktausstellung konzipieren und kuratorisch betreuen, unter anderem mit Werken von Julia Bünnagel, Bogomir Ecker, Rita McBride oder Martin Pfeifle. Neben bildhauerischen Arbeiten soll es auch performative Aktionen aus unterschiedlichen Disziplinen geben, wie zum Beispiel Arpad Dobriban (Food), Christian Jendreicko (Aktion) oder Gesine Grundmann (Musik). Auch Kooperationen mit dem Forum Freies Theater und dem Tanzhaus NRW sind geplant.

(Red)